Ende Oktober lud die Basler Sozietät wie jedes Jahr zum Familienwochenende ein. Dieses Jahr drehte sich alles um das Thema «Wetten, dass mein Gott echt stark ist?». Am Samstagmorgen durften die Teilnehmenden als erstes Elia ein Stück auf seinem Lebensweg begleiten. Es war beeindruckend, wie er auf Gott vertraute, auch wenn es schwierig wurde. Danach ging es ans Spielen: Ob Puzzleteile um die Wette suchen oder auf einem Parcours das Vertrauen ineinander stärken, die Teilnehmenden waren mit vollem Elan bei der Sache. Am Nachmittag konnten sich die Kinder zur Erinnerung an den nicht versiegenden Ölkrug der Witwe von Sarepta einen Krug töpfern,wobei eine ausgedehnte Zvieripause zum Kuchen und Cookies naschen natürlich nicht fehlen durfte. Die Erwachsenen trafen sich währenddessen zu einem Spaziergang und einer Gesprächsrunde. Am Sonntag kamen die Teilnehmenden und die Gemeinde zu einem Gottesdienst zusammen, bei dem das Thema Feuer im Mittelpunkt stand. Beim abschliessenden Kirchenkaffee wurde dann nochmals ausgiebig gequatscht, bevor alle satt und zufrieden die Heimreise antraten.

Eigentlich war es als Austausch mit deutschen und estnischen Teilnehmenden geplant. Da sich aber trotz intensiver Bemühungen keine Esten angemeldet hatten, reisten knapp 40 Menschen aus Deutschland in die Nähe von Saku.
Singles, Familien, Alleinstehende, Paare, Jung (1,5 Jahre ) und etwas „älter“… bunt gemischt war unsere Gruppe, die sich eine Woche lang gemeinsam als Camp-Gemeinschaft verstanden.
Traumreise war das Thema, das uns begleitete. Verschiedene Bibelgeschichten wurden erzählt und in unterschiedlichen Themeneinheiten beleuchtet. Mal in Kleingruppen, mal alle Zusammen. Die Kinder bekamen natürlich jedes Mal ihre eigene Themeneinheit.
Lachen, tanzen, singen, diskutieren, Andachten, Ausflüge, Regen und Sonnenschein, Sauna, Baden, Fluss und Meer, Lagerfeuer - Abwechslung war uns auf jeden Fall geboten.
Alle wuchsen in der Woche immer mehr zusammen, sodass neue Bekanntschaften geschlossen wurden und bei den Kindern neue Freundschaften entstanden. Die Größeren passten wie selbstverständlich auf die kleineren auf. Es wurde Rücksicht geübt und Gemeinschaftserfahrungen gesammelt.
Natürlich durfte auch ein Ausflug in die Hauptstadt Tallinn nicht fehlen, dort erfuhren wir etwas über die Deutschsprachige Gemeinde, bekamen eine Stadtführung und konnten in estnischen Supermärkten einkaufen.
Dankbar blicken wir auf eine bewegte, bewegende Zeit zurück in der jede/r ein bisschen mehr über sich, über die anderen und über Gott erfahren konnte.

Andrea Prues

Wie jedes Jahr ist die Haltestelle Cottbus in der Woche nach Ostern wieder mit Freunden unterwegs - nun schon zum dritten Mal nach Lückendorf im Dreiländereck D/PL/CZ.

37 Kinder und Erwachsene - hauptsächlich aus dem Cottbuser Raum, mit Freunden von Rostock bis Nürnberg - haben in der Evangelischen Freizeit- und Bildungsstätte Quartier genommen und erkundeten von hier aus die Umgebung.
Am Mittwoch waren wir am Scheibenborn, was besonders (aber nicht nur) die Kinder begeistert hat. Mit viel Einsatz haben wir Wasserräder, gebastelt aus verschiedensten Materialien, in Gang gebracht. Große Freude: dieses Jahr ist auch keiner ins Wasser gefallen. Gestern sind wir drei Stunden durch den Frühlingswald nach Tschechien gewandert, um dort zu Mittag zu essen. (Die Knoblauchsuppe dort MUSS einfach sein!) Für einige der Flachlandbewohner unter uns war das eine Herausforderung, aber da die teils noch recht kurzen Kinderbeine das Tempo etwas gebremst haben, war es zu bewältigen. In den Zwischenzeiten beschäftigten wir uns mit der diesjährigen Jahreslosung. Beim Geländespiel suchten die Kinder mit Karte und Kompass einzelne Buchstaben, die, wie könnte es anders sein, zum Schluss den Bibelvers „Alles was ihr tut, geschehe in Liebe“ ergaben.

Während der gemeinsamen Mahlzeiten, davor und danach in der Küche, beim Laufen und abends beim Spielen ergeben sich immer wieder interessante und teils tiefgehende Gespräche. Wir lernen uns (besser) kennen und helfen uns aus der Verschiedenheit unserer Erfahrungen heraus bei den großen und kleinen Problemen unseres Alltags.
Bis Sonntag bleiben wir noch (alle freuen sich schon auf das noch ausstehende Abendbrot am Lagerfeuer) und tanken Natur und gute Gesellschaft, um nach dieser Auszeit erholt und gestärkt wieder in unseren Alltag zurückzugehen.

Auch in diesem Jahr trafen sich, wie jedes Jahr im späten Sommer, die Schweizer Brüdergemeine im wunderschönen Montmirail. Beim Durchschreiten des Eingangsportales spürt man ihn schon, den Segen, der auf diesem besonderen Ort liegt. Wir haben gesungen und gebetet, gegessen und geschlemmt, Gottesdienst gefeiert, gespielt, Lagerfeuer gemacht, die Kinder konnten frei und sicher ausgelassen sein und die Eltern saßen entspannt mit leckerem Kaffee in der Sonne und haben gequatscht. Herrlich!

Die Sommerfreizeit für Familien war neu in diesem Jahr. Von nun an soll sie jährlich parallel zur Kinderrüstzeit in Ebersdorf und der Teenierüstzeit stattfinden. Ihre Zielgruppe sind Familien mit kleinen Kindern, welche noch nicht von den Kinder- und Jugendangeboten angesprochen werden. Vom Baby bis zum Vorschulalter also. Die Teilnehmenden aller 3 Rüstzeiten beschäftigten sich jeweils mit Themen rund um das „Gebet“. Dadurch konnten wir auch thematisch stimmig den gemeinsamen Abschlussgottesdienst in Ebersdorf feiern. Für uns als Familien war es durchaus auch herausfordern, die Ruhe für tiefere Themeneinstiege zu finden. Es ist uns aber gelungen. Und wir haben diese Herausforderung gern angenommen, weil uns schon vor Ort ganz deutlich wurde, wie wertvoll das ist, was wir dort tun. Die Kinder nehmen auch in einem so jungen Alter bereits sehr viel spirituellen Input auf. Auch die Erfahrung, als Familie miteinander an geistlichen Themen zu arbeiten, ist für alle etwas sehr Bereicherndes. Neben der thematischen Arbeit und dem Aktivprogramm war es auch der Austausch zwischen uns als Eltern, der mir besonders wertvoll wurde.

"Du bist ein Gott, der mich anschaut, Du bist die Liebe die Würde gibt."

Karsten:Danke, Marla und Ruben, dass ihr mir wieder helfen möchtet über unseren Ausflug nach Lückendorf zu berichten. Ruben, kannst du etwas über unsere Reise erzählen?
Ruben:Ja klar, also ich fand die Wanderung wirklich schön. Es gab so viele große Felsen, an denen man klettern konnte, und es hat Spaß gemacht, immer wieder neue Stellen zu entdecken. Außerdem fand ich es cool, dass ich mit Hans die Tiere am Abend anschauen konnte. Das war wirklich interessant.
Karsten:Das klingt toll. Marla, hast du noch etwas, das du ergänzen möchtest?
Marla:Ja, ich fand die großen Berge dort wirklich beeindruckend. Besonders am Abend fand ich es schön, dass wir alle zusammenbleiben konnten und einen Film geschaut haben. Der hieß "Belle und Sebastian" und hat mir gut gefallen. Aber ich muss auch sagen, dass ich die vielen Spinnen dort nicht so schön fand.
Karsten:Danke, Marla. Hallo Mechthild, schön, dass Du gerade da bist. Gibt es etwas, dass du sagen möchtest?
Mechthild:Mir hat es besonders gut gefallen, dass Jeroen dabei sein konnte. Es war schön, Zeit für mich zu haben. Ich freue mich mit ihm, dass er sicher und geborgen bei euch allen war und mit euch gemeinsam neue Dinge entdecken konnte.
Marla:Ach ja, ich habe auch etwas. Ich fand es ein bisschen schade, dass ich nicht auf die andere Seite des Elefantenfelsens geklettert bin. Aber immerhin habe ich mich getraut, überhaupt auf den Felsen zu klettern, obwohl ich eigentlich Höhenangst habe.
Karsten:Das ist großartig, Marla. Es scheint, als hattet ihr eine tolle Zeit in Lückendorf. Noch etwas, das ihr erwähnen möchtet?
Marla:Oh ja, ich fand es auch super, dass wir mit den anderen bei Ingo im Auto mitfahren konnten. Das war wirklich lustig und wir hatten viel Spaß auf dem Weg.
Karsten:Vielen Dank euch allen für eure Erinnerungen und Eindrücke von der Reise nach Lückendorf. Das wird mir sicherlich bei meinem Artikel helfen.

Unsere Rüstzeit in Lückendorf getreu nach dem Motto: "Du bist ein Gott der mich sieht", hat in uns allen Erinnerung und Eindrücke hinterlassen. Für mich war es ein: Ich-lass-los. Ich-fühle-mich- sicher-und-beschützt. Jeden Tag wurde ich in Lückendorf daran erinnert, wie ich mich Jahr um Jahr mehr erfüllt fühle, vom Glauben und der Gemeinschaft. Einen großen Beitrag dazu leisten diese Familienreisen. Immer wieder auf´s Neue bin ich beeindruckt vom Leben in Gemeinschaft und wie organisiert alles wirkt. Wie wir uns alle unterstützen, ob jung oder "alt".

Erlebt haben wir so viel. Hier ein paar Stichpunkte (Achtung, Triggergefahr!):  Die Große-Trampolin-Frage. "Hier-Bist-Du-Richtig". Rummikub. CaBo. Chaos-Spiel. Der Keks-Schatz im Tauf-Becken. Windräder-Bastelei. Großes, wirklich, sehr großes Kinder-Theater. Bunt gebastelte Schachteln. Die gemalte Stein-Maus-Familie. Gemeinsamer Gesang. Wasser-Räder im Regen. Die große Regenwurmfrage. Gemeinsames alte Volkslieder-Singen am Lagerfeuer. Wie macht man eigentlich ein Feuer? Wanderung zur "Hä-Nur-Ein-Stein?"-Ruine. Sirenen-Übung: "Alle auf den Boden." Eine fantastische Raststelle mitten im Wald. Die verlorene Rote Schuhtüte. Und vieles vieles mehr.

Auf die Erinnerung aus dem Interview mit Marla und Ruben möchte ich dennoch genauer eingehen: Die Elefantensteine sind nämlich ein besonders sehenswertes Ziel unserer Wanderung gewesen. Diese markanten Sandsteinformationen haben ihren Namen aufgrund ihrer Form, die an Elefanten erinnert. Wahrlich! Sie sind ein beeindruckendes Naturschauspiel und boten uns eine atemberaubende Kulisse bei unbeschreiblich schönem Wetter. Warum nun gerade diese Erinnerung? Naja. Im Netz finde ich folgenden Zusammenhang: "Der Elefant wird oft als Symbol für die Familie betrachtet. Er steht für Stärke, Schutz und Sicherheit, die in der Familie zu finden sind. Elefanten symbolisieren auch enge Familienbindungen, generationenübergreifende Verantwortung und den Zusammenhalt innerhalb der Familie. Sie repräsentieren die Übertragung von Weisheit und Traditionen sowie die Bedeutung von Harmonie und Zusammenarbeit in der Familie. Insgesamt steht der Elefant als Symbol für die Werte der Familie wie Liebe, Fürsorge, Zusammenhalt und Wachstum." So einfach habe ich es mir gemacht. Das Internet war wieder schlauer. Aber ist es nicht toll, wie sich alles zusammenfügt: Ein Gott, der uns sieht, Rüstzeit in Lückendorf, unsere Haltestellen-Gemeinschaft und der Elefant? Noch Fragen? Ich schon lange nicht mehr.

Eure Familie Pätz

Von Gründonnerstag bis Ostermontag trafen sich in Herrnhut eine Hand voll Familien mit insgesamt 12 Kindern. Zwischen den Besuchen der Versammlungen der Herrnhuter Gemeinde im Kirchsaal, dem Ostermorgen und dem Abendmahl am Skulpturenpfad, haben wir uns z.B. mit der Ostererzählung nach Anselm Grün beschäftigt und die Kar- und Osterszenerien mit Bienenwachsknete gestaltet. Neben dem Gottesacker und dem Altan haben wir uns noch vieles weitere im Ort angeschaut. Die einen lernten so viel Neues. Andere entdeckten, was sich in Herrnhut so alles getan hat, in den vergangenen Jahren.

Das Wetter bliebt tatsächlich trocken und so konnten wir am Ostersonntag sogar bis zum Buschhäusel wandern. Da ging es also mit Kind, Kegel und Bollerwagen hinauf auf den Berg. So trotzten wir mit unserer Kinderwagenkarawane also Matsch und Wurzeln und es war wunderbar, am Ziel so herzlich empfangen zu werden.

Diese Herzlichkeit haben wir in diesen Tagen vielfach spüren dürfen.

Schön war‘s in Herrnhut. Für nächstes Jahr ist direkt wieder gebucht!