Eindrücke von der Schwesternwerkstatt 2026


 

 

Aufbrüche und Abschiede – so lautete das Thema der Schwesternwerkstatt, die vom 27. Februar bis 1. März im thüringischen Neudietendorf stattfand. Insgesamt waren 49 Frauen aus allen Gemeinden der Brüder-Unität in Deutschland dabei. Die Schwesternwerkstatt ist ein Frauentreffen in einem geschützten Rahmen. Das ermöglicht einen besonders guten und intensiven Austausch untereinander.

Die Teilnehmenden der Schwesternwerkstatt wählten auch drei Vertreterinnen unter ihnen als Beauftragte aus, das sind Margit Lessing (Gemeinde Neuwied, für den Bereich West und Süd), Bettina Meißner (Gemeinde Berlin, für den Bereich Nord) und Johanna Albrecht (Gemeinde Ebersdorf, für den Bereich Ost). 

Aufbrüche und Abschiede wurden als Themen der eigenen Lebensgeschichte beleuchtet, aber auch als Notwendigkeiten in unserer Kirche und in der Seelsorge, besonders wenn es sich um endgültige Abschiede handelt. Abschiede wurden auch mit großem Spaß und großer darstellerischer Kunst szenisch beim Bunten Abend aufgeführt: Als Abschiedsszenen von Auswanderern in der Geschichte oder an einem Bahnsteig eines ICE nach Herrnhut, als Abschied von überkommenen gesellschaftlichen Verhältnissen mit einer Demo und in einem Auftritt der Band „Scorpions“ mit ihrem Song „Wind of Change“. Mit einem Gottesdienst mit Abendmahl zum zeitgleich stattfindenden Unitätsgedenktag endete die Schwesternwerkstatt.

Veronika Ullmann

 

 

Rundum zufrieden und erfüllt von vielen schönen Begegnungen, Gesprächen, einem Vortrag und Workshops rund um das Thema „Abschied und Aufbruch“ sind die Schwestern wieder in alle Himmelsrichtungen nach Hause aufgebrochen.
Tolle Organisation und Vorbereitung! Vielen Dank für all eure Mühe und das Theater am bunten Abend.
So macht Begegnung/Brüdergemeine Spaß. Ich hoffe, dass auch andere bereit sind, sich aufzumachen, um einander zu begegnen. Vor allem wenn sich die Brüdergemeine immer mehr verändert, dann lebt sie weiter in diesen Gemeinschaften und Treffen.

Tini Rosenthal-Schöne

 

 

Danke für das Lob an das Vorbereitungsteam beim Feedback: Ein berührendes Thema, ein inhaltsreiches Wochenende, ein straffes Programm. Ja auch die Vorbereitungen hatten Spaß gemacht – einmal vor Ort, einmal per Onlinekonferenz, dutzendfach per Mail - am Schreibtisch, am Telefon, am Drucker, im Bastelkeller, an der Nähmaschine, beim Requisiten-Koffer-packen, am Klavier oder im Garten. Unser Sechser-Team ergänzte sich prima. 

Nach einer kurzen Kennenlern- und Orga-Runde am Freitagabend und einem Anspiel von Frau Abschied und Frau Aufbruch berichtete Erdmute D. Frank ganz frisch von ihren Eindrücken von der Unitäts-Frauen-Konferenz in Tansania und den Berichten der Frauen über die allgegenwärtige Gewalt und ihrem gemeinsamen Widerstand.

Wie unterschiedlich Menschen Abschiede und Aufbrüche erleben und verarbeiten, beleuchtete Katja Burckhardt praxisnah am Samstagvormittag aus psychotherapeutischer Sicht. In den anschließenden Gesprächsgruppen zeigten die Schwestern einander mitgebrachte Gegenstände und sprachen über ganz persönliche Abschieds- oder Aufbruchsmomente in ihrem Leben. 

Nach der Wahl der neuen Schwesternvertreterinnen trafen sich die Schwestern in Workshops zum Gespräch über persönliche endgültige Abschiede und der Begleitung Trauernder, über politische Aufbrüche und Befreiungen, über Abbrüche in Familien, über den Vortrag vom Vormittag, über Abschiede von der gewohnten Weise, als Brüdergemeine zusammen zu sein und zu einem Grußkarten-herstellen-Kreativworkshop.

 

 

Tanz und Theater hieß es am bunten Abend nach der gemeinsamen Singstunde von Jill Vogt, passend zum Thema mit heiteren und nachdenklichen Szenen: Abschied beim Zubettgehen, am Bahnhof, am Hafen, von alten Weltbildern, Aufbruchsstimmung nach der Prüfung, rund um die Wende, bei Demos für eine bessere Welt, beim Konzert der Scorpions mit ihrem Song „Wind of Change“. Wir brachen nicht ab, auch wenn sich die Technikanlage zwischenzeitlich immer wieder verabschiedete.

Nachdem am Sonntagmorgen das neue Thema und die neue Vorbereitungsgruppe gefunden wurden – wir werden vom 12.–14.2.2027 die 25. Schwesternwerkstatt gebührend zelebrieren – feierten wir nach der Predigt von Veronika Ullmann über den inneren Frieden, den wir bei Gott durch Jesus Christus finden können, gemeinsam das Abendmahl zum Unitätsgründungstag.

 

Herzlichen Dank allen Neudietendorfer Schwestern, die uns so köstlich mit Kaffee und leckerem Kuchen und einem Mittagsmahl im Kirchensaal versorgten.

Herzlichen Dank allen Geberinnen für das neue Schwesternspendenprojekt: Unterstützung der Kindergärten der Herrnhuter Brüdergemeine in Burrel, Pogradec und Elbasan/Albanien. 

Herzlichen Dank euch Schwestern für eure Offenheit, euer Lachen und Weinen, euer Innehalten und Pläne schmieden, für ein Wochenende, das in Erinnerung bleiben wird. 
  

Margit Lessing


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Artikel veröffentlicht am 13. März 2026

 

Artikel veröffentlicht am 13. März 2026