Ein Bericht von der Jubiläumsveranstaltung


von Dietrich Meyer 

 

Zinzendorf berichtet in seiner Geschichte der Auswanderung der Mähren, dass in der Christnacht 1725 ein Abgeordneter der Schwenckfelder in Berthelsdorf erschienen war und um Aufnahme für einige seiner Glaubengenossen gebeten hatte, die ihm bewilligt wurde. So kamen mehrere Schwenckfelder von Februar bis Mai 1726 nach Berthelsdorf bei Herrnhut.

Aus Anlass dieser Aufnahme der insgesamt ca. 200 Schwenckfelder, denen Zinzendorf gestattete, sich in Oberberthelsdorf Häuser zu bauen, feierte der Schwenckfeldhaus-Verein von Berthelsdorf am 22. August 2026 im vollbesetzten Versammlungsraum des Zinzendorfschlosses dieses Ereignis mit einer dreifachen Erinnerung: Pfarrer Alexander Wieckowski, früher Pfarrer von Großhennersdorf, hielt ein wissenschaftliches Referat über die geschichtlichen Ereignisse von damals und Lydia George, das jüngste Mitglied des Schwenckfeldhaus-Vereins, gab anhand einer Besuchsfahrt in diesem Jahr einen Bildbericht über jene Orte in Schlesien, in denen die Schwenckfelder damals gewohnt hatten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch das Theaterstück „Denn wir haben hier keine bleibende Statt… oder warum die Schwenckfelder Schlesien verließen und in die Oberlausitz kamen“. Den Text des Stückes hatte die gegenwärtige Vorsitzende des Schwenckfeldhaus-Vereins, Oberkirchenrätin i. R. Margrit Kempgen aus Görlitz, verfasst. Die sehr lebendige Veranstaltung fand ein gutes Echo bei den Anwesenden und war ein voller Erfolg, der der rührigen Vereinsvorsitzenden zu verdanken ist.

Der Theologe und Archivar Dr. Dietrich Meyer
war als ehemaliger Vorsitzender des Schwenckfeldhaus Berthelsdorf e. V.
maßgeblich an der Rettung des „Gemeinhauses“ beteiligt

 

Artikel veröffentlicht am 04. September 2026

 

Artikel veröffentlicht am 04. September 2026