Open House
Konfi-Camp in Herrnhaag
ein Bericht von Peter Vogt
Am letzten Mai-Wochenende fand das Konfi-Camp in Herrnhaag statt. Etwa 45 junge Leute und 20 Teamer nahmen daran teil und verwandelten die Wiese vor dem Grafenhaus in eine kleine Zeltstadt. Das Thema lautete: Open House bei Jesus – aus Fremden werden Freunde.
Der Kennenlernabend am Freitag brachte es auf den Punkt: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus fast allen deutschen Gemeinden kamen, kannten sich größtenteils nicht. Weil wir aber im Namen von Jesus zusammenkamen, gingen wir offen aufeinander zu. Eine Gemeinschaft entstand. Ganz anschaulich wurde dieser Gedanke durch ein kleines Holzhaus im Großen Saal, welches das „open House“ symbolisierte, zu dem Jesus einlädt. Alle Konfis waren eingeladen, ihre Namen auf das Türschild zu schreiben.
Am Samstagvormittag ging es in Themengruppen darum, was die ersten Siedler von Herrnhut in vielfältiger Weise erlebten. Die Konfis lernten, dass Anregungen aus der Bibel halfen, das Gemeindeleben zu gestalten und aufzubauen: gemeinsam beten (1 Thess. 5,17), gemeinsam singen (Eph. 5,19), gemeinsam die Bibel lesen (Kol. 3,16), sich gegenseitig helfen (1. Petr. 4,10), Mahlzeiten miteinander teilen (Apg. 2,46), sich gegenseitig aus dem Leben erzählen (Ps. 66,16). So entstanden damals Traditionen, die heute noch dazu beitragen, dass gute Verbindungen zwischen Menschen entstehen: Gebetswacht, Singstunde, Losungen, Ämterordnung, Liebesmahl und Lebensläufe. Mit den jeweiligen Themen gestalteten die Gruppen kleine Beiträge für den Gottesdienst am Sonntag. Am Samstagnachmittag gab es eine Spiele-Rallye und abends fand das traditionelle Herrnhaagspiel statt, bei dem sich drei Gruppen auf die Suche nach versteckten Süßigkeiten machten und dabei möglichst nicht den strengen Hausmeistern begegnen sollten. Trotz gemischter Witterung war es ein schönes Wochenende, mit viel Dankbarkeit für gute und professionelle Zusammenarbeit im Team.
Peter Vogt ist Pfarrer der Brüdergemeine in Herrnhut






