Manchmal sind es unerwartete E-Mails, die für richtig gute Laune sorgen. So geschehen am Nachmittag des 4. März 2026. Da ploppte eine Nachricht auf dem Display des Vereinsvorsitzenden des Schwesternhaus Kleinwelka e.V. auf. Absender war das Wahlkreisbüro von Dr. Paula Piechotta, MdB, Mitglied im Haushaltsausschuss und Obfrau Rechnungsprüfungsausschuss. Darin teilte sie dem Verein mit, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages soeben die Förderung des Schwesternhauses mit über 110.000 Euro aus Mitteln des Beauftragten für Kunst und Kultur beschlossen hat.
“Ich habe die Nachricht zunächst gar nicht verstanden und musste den Inhalt nochmals lesen, so überraschend war diese Nachricht für uns”, erzählt Lutz-Wolfram Reiter, Vorstandsvorsitzender des Schwesternhaus-Vereins über den Erhalt der freudigen Nachricht. Zeitgleich ging eine inhaltlich ähnliche E-Mail bei der Evangelischen Brüder-Unität in Herrnhut, dem eigentlichen Antragsteller und Eigentümer der Immobilie ein. Wieland Menzel, Liegenschaftsreferent und seit langem Partner in der engen Zusammenarbeit zwischen Eigentümer und Verein vor Ort, war ebenso überrascht wie hoch erfreut. “Mit der Förderung gelingt es uns nun, das Dach des ältesten Teiles des denkmalgeschützten Schwesternhaus-Ensembles gemeinsam mit dem Architekten Daniel Neuer vollständig zu restaurieren und damit eine dauerhafte Nutzung im Erdgeschoss sicherzustellen. Das ist ein Meilenstein für die Revitalisierung.”
Bereits in den Vorjahren erhielt die Ev. Brüder-Unität Förderungen aus diesem Finanztopf. Seitdem sind das Fachwerkgefüge sowie die rückseitigen Dachflächen dauerhaft und denkmalgerecht wiederhergestellt. Allerdings reichten die Gelder damals nicht für die Vorderseite aus. Immer wieder musste hier mit Notbehelfen gegen Wassereinbrüche durch Starkregen und Schmelzwasser vorgegangen werden.
Lutz-Wolfram Reiter und Wieland Menzel sind sich einig: Diese Förderung bringt nun die seitens des Vereins erstrebte dauerhafte Nutzung des Gebäudes in greifbare Nähe. Dazu erarbeitet der Verein gerade einen STARK-Antrag mit einem kalkuliertem Fördervolumen von rund 2,4 Mio. Euro für die Laufzeit von vier Jahren. Ziel des Antrags ist es, im Rahmen eines regionalen Bildungsprojekts mindestens vier Projektstellen in dem Ensemble zu etablieren.
“Mit der jetzigen Bundesförderung, die durch den Freistaat Sachsen kofinanziert wird, sehen wir unsere langjährigen Bemühungen um die dauerhafte denkmalgerechte Sanierung des Daches belohnt”, blicken Wieland Menzel und Lutz-Wolfram Reiter freudig in die Zukunft.
Hintergrund:
Auf seiner Sitzung am 4.3.2926 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien entschieden. Mit 35 Millionen Euro werden im Rahmen dieses Förderprogramms 144 Denkmalschutzprojekte unterstützt. Davon fließen mehr als 1,7 Millionen nach Sachsen.
Die Sächsischen Bundestagsabgeordneten Dr. Paula Piechotta und Kathrin Michel haben sich für die Förderung dieses Projektes persönlich eingesetzt und erreicht, dass das Schwesternhaus Kleinwelka eine Bundesförderung in Höhe von 110.505,37 € erhalten wird.
Kathrin Michel engagierte sich überdies bereits in den Vorjahren für die Förderungen. Ohne diesen besonderen Einsatz gäbe es das originale Dach der ersten Gebäude wohl nicht mehr, so marode und einsturzgefährdet war das Dachgebälk dieser mehr als 250 Jahre alten Gebäude.
