Keti Koti ist in Suriname und in den Niederlanden ein besonderer Feiertag: Am 1. Juli 1863 wurde die Abschaffung der Sklaverei in Suriname verkündet – als einem der letzten Länder der Welt.
Für uns ist das nicht weit weg. Viele unserer Mitglieder in den Niederlanden haben einen surinamischen Hintergrund. In den Gemeinden spielt die surinamische Kultur und Sprache eine wichtige Rolle und deshalb auch der 1. Juli. Natürlich ist das ein Tag der Freude, dieser Tag der Befreiung. Aber die jahrhundertelange Sklaverei hat die Menschen über Generationen geprägt. Das spüren sie noch heute.
Und es waren viele der Missionare, die sich nicht intensiv für die gesellschaftliche Befreiung der versklavten Menschen eingesetzt haben. Sie waren häufig einseitig auf das Seelenheil konzentriert. Wie gehen wir heute in unserer Kirche damit um? Wo ist Schuld geschehen? Wie erleben ehemals versklavte Menschen ihre Situation? Wie wird Geschichte erzählt und gedeutet?
Viele wichtige Fragen, die bei uns mit dem 1. Juli verbunden sind und die unsere gesamte Kirchenprovinz in acht Ländern Europas etwas angehen!
Im Juli wollen wir uns verstärkt mit ihnen beschäftigen:
Die Theologische Kommission lädt am 2. und am 16. Juli zu einem Online-Austausch ein, um über unsere gemeinsame Geschichte der Sklaverei zu lernen und ins Gespräch zu kommen.
Daneben werden sich auch die Bethehemstexte zu den Losungen in den ersten beiden Juliwochen mit dem Thema beschäftigen. Sie können vom 1. bis 14. Juli kostenfrei per E-Mail bezogen werden.
Anmeldung und Informationen zu beiden Angeboten über www.losungen.de/keti-koti.
