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Herrnhuter Bote aktuell

Nachrichten aus der Herrnhuter Brüdergemeine

Ausgabe 80 vom 11. Juli 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch wenn in den zurückliegenden Monaten vieles von dem, was wir vorhatten, nicht oder nicht in der gewohnten Weise stattfinden konnte, gibt es genug, farbig und lebendig zu berichten. Das Leben hörte auch in der Brüdergemeine nicht auf. Wir freuen uns an hoffnungsvollen Starts und neuen Potentialen und sehen bemerkenswerte Projekte wachsen. Übrigens: In unserem Gäste- und Tagungshaus KOMENSKÝ gibt es wieder buchbare Veranstaltungen und auch einen individuellen Aufenthalt haben einige schon wieder genossen.

Haben Sie einen guten, erholsamen Sommer!

Ihr Erdmann Carstens

Wohnzimmerkirche & Co.


Auch die Gemeinden der Evangelischen Brüder-Unität haben während der Corona-Kontaktbeschränkungen nach neuen Formaten gesucht, um weiter Gemeinschaft zu leben und Gottesdienst zu feiern.

Es wird gesprungen, aus Nah und Fern gegrüßt, Tee getrunken, Musik gemacht. Kindergrüße, Bläser, Garten, die Couch, ein Labyrinth und auch der Hund genießen Aufmerksamkeit. So persönlich und vertraut wurde es in der »Wohnzimmerkirche« aus Neugnadenfeld. Für unseren Blog www.herrnhuter.de/blog/ haben Peggy und Volker Mihan, Gemeinhelfer (Pfarrer) im äußersten Westen Niedersachsens, ausführlich von ihren Erfahrungen mit der Herstellung von Video-Gottesdiensten erzählt.

Im neuesten »Dachreiter«, dem Gemeindebrief der Brüdergemeine Königsfeld, erzählen Menschen unter dem Titel »Lernen aus der Krise« aus allen Bereichen des dortigen vielfältigen kirchlichen Lebens während der Corona-Zeit, vom Lernen, Entdecken, Zusammenwachsen, von Lösungen und Einfallsreichtum: koenigsfeld.evara.de/gemeinde/dachreiter/

Beihilfen für die Arbeit mit Kindern in Albanien


Die Brüdergemeine in Albanien hat vor einigen Wochen bei der Herrnhuter Missionshilfe drei Beihilfeanträge gestellt, mit denen das wichtigste Standbein der noch jungen Kirche, die Arbeit mit Kindern, stabilisiert werden soll. Diese Arbeit trägt sowohl sozialen als auch missionarischen Charakter und kommt vor allem armen Familien zugute. Es ist Unterstützung erforderlich für den Betrieb der beiden Kindergärten in Pogradec (»Mrekullia«, auf Deutsch »Wunder«, etwa 8.000 Euro, Zeitraum: ab September 2020 für ein Jahr) und in Burrel (etwa 5.000 Euro, Zeitraum: September 2020 für ein Jahr). Unterstützung braucht auch die Arbeit mit Kindern mit Autismus, mit Asperger, mit AHDS und mit Apraksia, die in Elbasan geschieht (4.800 Euro, Zeitraum: September 2020 für ein Jahr). In der Hoffnung auf weitere große und kleine Spenden hat die Herrnhuter Missionshilfe zugesagt, in Kürze knapp 18.000 Euro nach Albanien zu überweisen.

Bilderbummel


Gerne machen wir auf das »Bilderbummelbuch« aufmerksam, ein Projekt der Jugendarbeit der Brüdergemeine.

Gemeinsam mit dem Vorbereitungskreis der diesjährigen »Kinderrüstzeit Ebersdorf« haben die hauptamtlichen Jugendbeauftragten ein kleines Buch entworfen, in dem die Protagonisten Tilly und Bo in einer Bibel-Tiergalerie die vielen Tiere kennen lernen, die in der Bibel eine Rolle spielen. In jedem »Ausstellungsraum« gibt es auch etwas zum Selber-aktiv-Werden.

Für die Zielgruppe der Jugendlichen war zuvor vom gleichen Autorenteam schon ein »Kritzelbuch« erschienen.

Das »Bilderbummelbuch« befindet sich gerade im Druck und wird voraussichtlich ab 20.07.2020 erhältlich sein. Es kann über die Pfarrämter der Brüdergemeine bestellt werden, Auskünfte dazu gibt auch florian.vollprecht(at)ebu.de

Abschied von Forst


Ein kleines Fest des Dankes, aber mit mehr weinenden als lachenden Augen: Am 5. Juli wurde in Forst (Lausitz) Andreas Albrecht verabschiedet, der dort seit 2015 als Gemeinhelfer (Pfarrer) tätig war. Zwischen Dresden, wo er an verschiedenen Schulen Religionsunterricht gab, und Forst hat Andreas Albrecht in diesen Jahren einige zigtausend Kilometer zurückgelegt. Und er hat, obwohl er immer nur »einflog«, die Herzen der Forster gewonnen. Dies zeigen auch mehrere Taufen in letzter Zeit. Mit ihrem Dank verbanden die Forster die herzlichsten Segenswünsche für die künftige Arbeit in Neudietendorf bei Erfurt, wo Pfr. Albrecht wieder Gemeinde und Schule verbinden wird.

Brüdergemeine für Einsteiger


Am 10. Oktober wird in Herrnhut wieder ein Seminartag zur Brüdergemeine angeboten. Die ganztägige Veranstaltung ist gedacht für alle, die im Umfeld unserer Gemeinden leben und Fragen haben, beispielsweise, wie die Brüdergemeine als Kirche organisiert ist, was uns von anderen Kirchen unterscheidet, wie unser Gemeindeleben aussieht und was unseren Glauben prägt. Eingeladen sind alle interessierten Personen. Die Teilnahme ist unverbindlich, sie kann eine Entscheidungshilfe sein. Näheres und Anmeldung hier.

Schöner Anlasss in Herrnhaag

Drei Monate nach seinem Dienstantritt als Vikar der Brüdergemeine Rhein-Main konnte Br. Albrecht Katscher bei einer Versammlung auf dem Herrnhaag am 28. Juni begrüßt und eingeführt werden. Die Gemeinde freut sich, den derzeit einzigen Vikar in der Region Deutschland bei sich zu haben.


»Black Lives Matter« – Erklärung der Direktion


Aus Anlass des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten und der nachfolgenden Demonstrationen in vielen Ländern der Welt gegen Diskriminierung und Rassismus haben auch Vertreter der Brüder-Unität / Moravian Church, u. a. der Britischen Provinz und der nordamerikanischen Nordprovinz, Stellung bezogen. Die Direktion (Kirchenleitung) der Europäisch-Festländischen Provinz verweist in ihrer Erklärung auf das Leitbild der Provinz und die Tatsache, dass auch hier viele ihrer Mitglieder täglich Rassismus erleben.

Christliches Hospiz Ostsachsen eröffnet neues Stationäres Hospiz


Am 1. Juli 2020 wurde im kleinen, aber feierlichen Rahmen in der sächsischen Stadt Bischofswerda im Beisein von Staatsministerin Petra Köpping ein weiteres Stationäres Hospiz eröffnet. Die Stadt liegt etwa in der Mitte zwischen Herrnhut und der Landeshauptstadt Dresden. Bisher war das Hospiz »Siloah« in Herrnhut das einzige Hospiz östlich von Dresden, das aber für die Hospizversorgung der großen ostsächsischen Region nicht mehr ausreichte. Analog zum Herrnhuter Hospiz sind in Bischofswerda zwölf Hospizplätze sowie 27 neue Arbeitsplätze entstanden. Schwerkranke, sterbende Menschen werden hier auf ihrem letzten Lebensabschnitt liebevoll und kompetent gepflegt, versorgt und begleitet, um ihnen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ohne unerträgliche Schmerzen und Ängste erleiden zu müssen.

Das »Christliche Hospiz Ostsachsen« ist eine gemeinnützige Gesellschaft des Diakonischen Werkes im Kirchenbezirk Bautzen sowie der Herrnhuter Diakonie.

Schwesternhäuser-Verein mit ersten kleinen Erfolgen


Der Verein »Schwesternhäuser Kleinwelka e. V.«, der sich im November 2019 gründete, um das historische Gebäude-Ensemble in Kleinwelka bei Bautzen zu sichern, zu sanieren und wiederzubeleben, kann erste kleine, aber wichtige Erfolge vorweisen:

Ein LEADER-Antrag ist bewilligt worden, mit dessen Hilfe noch in 2020 eine moderne Sanitäranlage eingebaut werden kann. Der Verein und die Evang. Brüder-Unität bringen Eigenleistungen ein.

Der Verein hat außerdem erfolgreich am Wettbewerb »Sachsen macht mit« teilgenommen. Zwei eingereichte Projekte überzeugten die Jury: »Verbesserung der Öffentlichkeitspräsenz« sowie ein Symposium zum Themenbereich »Kleinwelka – Herrnhuter Siedlung der Sorben«. Mit den zugesprochenen Geldern von jeweils fast 5000 Euro hat der Verein nun neben den Mitgliedsbeiträgen auch nennenswerte Mittel für sichtbar werdende Entwicklungen sowie thematische Arbeit und Veranstaltungen.

Voller Elan startet der Schwesternhäuser-Verein mit seiner zweiten Mitgliederversammlung in den Sommer. Den über 30 Anwesenden im Kirchensaal der Brüdergemeine Kleinwelka berichtete der Vorstand am 18. Juni 2020 u. a. von den Bauprojekten und Förderanträgen. Und in einer kreativen Runde sprudelten die Ideen der Mitglieder für Raumnutzung und Mitarbeit. Zu den Förderprojekten wurden Arbeitsgruppen gebildet. – Schon in zwei Monaten findet die nächste Mitgliederversammlung statt.

Ein einmaliges Richtfest


Am 12. Juni konnten Mitglieder und Freunde der Brüdergemeine Herrnhut zusammen mit Zimmerleuten ein Ereignis feiern, das es so kaum noch einmal geben wird: Ein Richtfest im Kirchensaal. Errichtet wurde in den Tagen davor die Konstruktion für die sogenannte »Schwestern-Empore«. Diese Empore an der linken Seite des Saales gab es seit 1945 nicht mehr, als der Saal in der Folge des Krieges abbrannte. Jetzt im Zuge einer grundlegenden Sanierung des ganzen Gebäudes entsteht sie wieder, auch dank Förderung und Spenden. Peter Vogt, Pfarrer der Gemeinde, hob die neue Schwesternempore als Symbol der Verbindung hervor, als Brücke zwischen Tradition und Innovation, 18. und 21. Jahrhundert. Die gesamte Saalsanierung soll 2022 zum 300. Jubiläum Herrnhuts abgeschlossen sein.

Our Moravian Treasures im Buchhandel


Schon im Frühjahr ist das Buch »Our Moravian Treasures« (Schätze der Brüder-Unität) erschienen.

Das Handbuch ist eine Frucht theologischer Konferenzen der weltweiten Brüder-Unität in den vergangenen zehn Jahren. Eine Arbeitsgruppe von Mitgliedern aus verschiedenen Unitäts-Provinzen hat unter Federführung von Dr. Peter Vogt, Herrnhut, den jetzt vorliegenden Text erstellt.

Die Schrift beschreibt in einer umfassenden Darstellung die »Schätze der Brüder-Unität«: ihre Geschichte, ihre Theologie, ihre Gemeindeformen und ihren bis heute geltenden missionarischen Auftrag. Der Grundsatz der alten Brüder-Unität »In wesentlichen Dingen Einheit, in nicht-wesentlichen Dingen Verschiedenheit, in allem aber Liebe« ist dabei entscheidend. Das Buch enthält darum zum einen den »Grund der Unität«, die theologische Basis unserer Kirche, geht aber zum anderen z. B. auch auf die in der Unität durchaus unterschiedliche Handhabe der amtlichen Kleidung ein. Überhaupt nimmt der Text die verschiedenen Traditionen und Gebräuche in den über zwanzig Provinzen ernst, führt aber immer wieder zum christologischen Grund der herrnhutischen Theologie zurück. 

Das Buch – in englischer Sprache! – hat 188 Seiten und ist zum Preis von 18,95 EUR im Online-Shop der Comenius-Buchhandlung zu bekommen.


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Telefon: +49 (0) 35873 487-0 · E-Mail: presse@ebu.de
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