Förderzentrum in Palästina braucht Neubau

Ein Neubau für die Berufsschule ist besser als Altes zu renovieren. Zu diesem Ergebnis kam nach langen Überlegungen das Leitungsteam des Förderzentrums »Sternberg«. Nicht nur Menschen, auch Tiere haben in den letzten Jahren dem Bau zugesetzt. Als vor 30 Jahren das ehemalige Leprahaus zu einem Zentrum für Mädchen mit Behinderungen umgewandelt wurde, dachte noch niemand an eine Berufsausbildung für diese Menschen. Doch, je mehr Kinder und Jugendliche die Förderschule verlassen, desto drängender wird die Frage, was danach geschieht. Deshalb gibt es seit etlichen Jahren das Angebot einer Ausbildung für den haus- und landwirtschaftlichen Bereich. Mit dem Neubau wird dieser Arbeitszweig gestärkt und ausgebaut.

Berufliche Bildung auf dem »Sternberg«

Im Beruflichen Bildungszentrum werden 30 junge Männer und Frauen mit landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen sowie kunsthandwerklichen Arbeiten vertraut gemacht. »Das soll ihnen helfen, später ihren Lebensunterhalt ein Stück weit selber zu verdienen und dadurch einen anerkannten Platz in der Gesellschaft zu bekommen«, erklärt Frieder Vollprecht, Mitglied der Kirchenleitung der Brüder-Unität. Schon mehrfach ist es gelungen, Jugendliche vom Sternberg in ein festes Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen oder zu vermitteln. »Die Jugendlichen tragen mit ihrer Sorge für die Olivenbäume sowie die Thymianpflanzen dazu bei, dass unter anderem Olivenöl, Olivenseife sowie die Gewürzmischung Za'tar hergestellt werden kann.«

Japan fördert den Neubau

Die japanische Regierung fördert den Neubau des Beruflichen Bildungszentrums mit 123.000 US-Dollar. »Wir sind sehr dankbar, dass die japanische Regierung diese wichtige Arbeit in Palästina unterstützt«, sagt Frieder Vollprecht, Mitglied der Kirchenleitung der Brüder-Unität und Vorsitzender der Herrnhuter Missionshilfe. »Kinder und Jugendliche mit Behinderungen haben in der palästinensischen Gesellschaft einen schweren Stand. Auf dem Sternberg versuchen wir, ihnen und ihren Familien Perspektiven für ihr Leben zu geben.« Durch die Zuwendung der japanischen Regierung sind rund 40 Prozent der Baukosten gesichert. Mehr ...