| Wir verstehen uns als Schwestern der weltweiten Brüder-Unität in Deutschland und suchen die Gemeinschaft miteinander zur Stärkung unseres Glaubens.
In Begegnungen, im Austausch und in der gelebten Gemeinschaft werden für unser Leben als Christinnen neue Impulse gegeben und können wir Heilung erfahren.
Schwesternwerkstatt
Die Schwesternwerkstatt ist der Ort der Begegnung für alle Schwestern in Deutschland. Sie findet einmal im Jahr statt. Hier legt die Schwesternvertretung Rechenschaft ab über ihre Arbeit. Die Schwesternwerkstatt
wählt die Schwesternvertretung.

Aufgaben der Schwesternvertretung
Die Schwesternvertretung soll Vertrauen in die Arbeit schaffen. Ihr Ziel ist es, die Schwesternarbeit zu vernetzen und Ansprechpartner für die Direktion zu sein. Die Schwesternvertretung ist Bindeglied zur internationalen Schwestern-arbeit, zur ökumenischen Frauenarbeit und zur Weltgebetstagsarbeit.
Die Schwesternvertreterin im Süd-/Südwestbereich hält die Kontakte
in die Schweiz.
Schwesternprojekt 2008 – Frauen den Rücken stärken
Praktische Hilfen bei der Bewältigung des täglichen Lebens
Auf den Frauen in Malawi – wie in den meisten anderen afrikanischen Ländern – lastet traditionell ein gewaltiges Arbeitspensum. Vielfach müssen Frauen neben der Haus- und Erziehungsarbeit ganz allein für den wirtschaftlichen Unterhalt der Familie aufkommen. Sie für diese Aufgabe nachhaltig zu ertüchtigen, liegt der Brüder-Unität in Malawi sehr am Herzen.
Über zwei Jahre hinweg planen die Verantwortlichen das Projekt »woman empowerment« mit einer Reihe von Kursen, in denen Frauen einerseits ein bestimmtes Wissen und Können vermittelt bekommen, in denen sie anderer-seits aber auch ganz praktische Hilfen erhalten. Zum Beispiel sollen gemeinsam Schweine gekauft und gehalten sowie Gemüsegärten angelegt und gepflegt werden. Ein weiterer Aspekt des Projektes ist die Sensibilisierung von Frauen für ihre politischen Rechte, der Schutz von Frauen vor HIV/AIDS sowie der richtige Umgang mit der Krankheit und die Zurüstung von Frauen für ein Engagement in der Kirche und in der Gesellschaft.
Experten von staatlichen und kirchlichen Behörden sowie von einzelnen Nichtregierungsorganisationen sollen in das Projekt einbezogen werden.
Verteilt auf zwei Jahre fallen für das Projekt, das in seiner Pilotphase zunächst nur in den Distrikten Karonga und Thyolo durchgeführt werden soll, Gesamt-kosten in Höhe von 10.000 Euro an.
Die »Moravian Church in Malawi« existiert seit 2001. Zunächst wurde sie von der Südprovinz der Brüdergemeine in Tanzania betreut. Der Vorstand der weltweiten Brüder-Unität (»Unity Board«) erkannte sie im Sommer 2007 als eigenständige Missionsprovinz an. Sie arbeitet in sechs Distrikten des Landes, ist Mitglied des Malawischen Kirchenrates und genießt bereits die staatliche Anerkennung.
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Brief der Schwesternvertretung der Region Deutschland
Liebe Schwestern,
"Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut." Mit der Losung des 26. März, dem Tag an dem wir uns zum ersten Mal als neues Team getroffen haben, grüßen wir euch alle ganz herzlich. Das Wort aus Psalm 13, 6 war wie ein Echo auf die Schwesternwerkstatt, auf der wir gewählt wurden und bei der es speziell ums Singen und Dichten gegangen ist. Diejenigen die dabei waren, werden sich erinnern, wie schön es war, die Schätze aus unserem Gesangbuch zum Klingen zu bringen, verschiedene Liederdichterinnen kennen zu lernen und selber kreativ zu werden. Da war es ein Leichtes, Gott zu loben und zu danken, und in der Erinnerung daran konnten wir auch dem Lehrtext des 26.03. zustimmen: "Dank sei Gott, der uns allezeit im Triumphzug Christi mitführt."
Wie geht es euch aber jetzt, drei Monate nach der Werkstatt: denen, die dabei waren und denen, die nicht kommen konnten? "Es bleibt nicht aus, ich muss durch Wüsten gehen …" hat eine Schwester auf der Werkstatt gedichtet. So geht es uns doch allen: wir müssen durch Wüsten hindurch, mühselige Steinwüsten, bedrohliche Sandwüsten - oder auch nur die Einöde eines grauen Alltags.
Triumphzug oder Wüstenwanderung? Wie gestaltet sich das Leben eines Christenmenschen? Mal so, mal so? Nein, das sind keine Alternativen, das eine gehört zum anderen, wie der süße Kern zur harten Nuss. Paulus hat es erfahren, dass so manche Widrigkeiten, durchkreuzte Pläne, Anfeindungen, körperliche Schwächen ihn immer wieder dorthin geführt haben, wo er das Wort von der Liebe Gottes in Christus weitersagen konnte. Und er stellt fest: wie ein frischer Duft durch die Lande zieht, so breitet sich das Evangelium aus. Trotz allem.
Solch ein Triumphzug ist auch ein schönes Bild für unsere Schwesternarbeit. Indem wir einander begegnen, miteinander fröhlich sind, einander trösten und bestärken, werden wir zu einem Teil der großen Bewegung, durch welche die Liebe Gottes in der Welt wahrnehmbar wird, so wie die Frühlingsluft, die uns gerade erfreut, Haus und Garten erfüllt.
Als neue Schwesternvertretung freuen wir uns, euch auf diesem "triumphalen" Weg ein Stück zu begleiten. Dankbar sind wir unseren Vorgängerinnen für alles, was sie getan haben, um Schwestern zusammenzubringen. Das möchten auch wir tun. Aber zunächst wollen wir uns vorstellen:
Mechthild Clemens: Ich bin verheiratet, habe drei erwachsene Kinder und wohne in Hameln. Zurzeit arbeite ich als Förderlehrerin und Lerntherapeutin. Für das erste Jahr als Schwesternvertreterin im norddeutschen Raum habe ich mir vorgenommen, möglichst vielen Schwestern zu begegnen und ihren Ideen und Vorstellungen zuzuhören.
Marlis Vollprecht: 1959 kam ich mit 16 Jahren nach Niesky / EMMAUS und habe 1964 mein Krankenpflegeexamen gemacht. In der Ortsgemeinde lernte ich das Leben der Brüdergemeine intensiv kennen und bin seit 1971 Mitglied. Über 20 Jahre war ich in EMMAUS in der Jugendarbeit als Internatsleiterin und über 20 Jahre in der Altenpflege tätig. Ich bin verheiratet und seit reichlich drei Jahren glückliche Rentnerin. Bei der letzten Schwesternwerkstatt wurde ich als Schwesternvertreterin für das Ostdeutsche Team gewählt. Gern will ich in der nächsten Zeit die Schwestern und ihre Kreise in den anderen Gemeinden kennenlernen und die Schwesternarbeit vor Ort und überregional begleiten und fördern. Möge unser Gott dazu seinen Segen geben.
Katharina Goodwin: Ich bin 1945 in Südafrika geboren und 1973 mit meinem Mann nach Stuttgart gekommen. Wir haben drei Kinder und zwei Enkel. Ehrenamtlich bin ich u. a. seit 1997 in der HMH tätig. Berufstätig war ich zuletzt als Dozentin in einer landeskirchlichen Fortbildungsstätte. Seit Anfang Februar bin ich nun im Ruhestand und freue mich darauf, die Schwesternarbeit - insbesondere im Bereich des Südwestteams - besser kennen zu lernen und nach Möglichkeit zu fördern.
Gerne möchten wir nun einiges, das seit unserer Wahl im Januar geschehen ist, mit euch teilen:
Wir freuen uns, dass Schw. Doris Waas von der Direktion berufen wurde, um unsere Kirche im Deutschen Weltgebetstagskomitee zu vertreten. Wir danken ihrer Vorgängerin, Schw. Margarete Eger für ihren Einsatz und wünschen Schw. Waas viel Freude und Gottes Segen für das neue Amt.
Für das Schwesternprojekt 2010 wurden 30 Solarlampen an die Frauen übergeben, die Ende Juli nach Tanzania reisen. Wir wünschen eine behütete Reise! (Siehe beigelegtes Informationsblatt)
Erschrocken und sehr traurig sind wir darüber, dass Schw. Birgit Hahn, welche in der Direktion für die Schwesternarbeit zuständig ist, Mitte Mai aus ihrem Amt ausscheidet. Sie war uns Schwestern in den letzten Jahren eine große Hilfe, hat uns immer ermutigt und tatkräftig begleitet. Dafür sind wir ihr sehr dankbar und wünschen ihr für ihren weiteren Weg Gottes Segen und Geleit.
Gespannt sind wir auf die Mai-Ausgabe des Herrnhuter Boten, der - wie von der Werkstatt gewünscht - die Schwesternarbeit thematisiert. Vielen Dank allen, die dazu beigetragen haben!
Besonders hinweisen möchten wir euch schließlich auf folgende Termine (siehe rechts):
Wir hoffen darauf, möglichst viele von euch bei der einen oder anderen Veranstaltung zu treffen, freuen uns aber auch, wenn ihr uns schreibt oder anruft. Sagt uns, was euch bewegt und was euch gut tut, besonders auch dann, wenn ihr zu den regulären Treffen nicht kommen könnt.
Bleibt behütet!
Schwesternprojekt 2010: Solarlampen für Tanzania
Weltweit stehen mehr als zwei Milliarden Menschen kein elektrischer Strom und damit keine elektrische Beleuchtung zur Verfügung. Die Zahl der Petroleum-lampen allein in Afrika wird auf mehr als 50 Millionen geschätzt. Dabei geben diese nur schwaches Licht, sind gesundheitsschädigend und belasten die Umwelt. Eine gute Alternative sind Solarlampen, die auf der Basis konkreter Erfahrungen in Tanzania speziell für den Einsatz und die Montage in Ent-wicklungsländern konzipiert wurde.
Viele Geschwister der Moravian Church in Tanzania gehören zu den zwei Milliarden, denen kein Strom zur Verfügung steht und die bisher auf Petroleum-lampen angewiesen sind. Diesen Menschen möchte die Herrnhuter Missionshilfe helfen und hat bereits 50 Bausätze für Solarlampen nach Tanzania geschickt, wo sie im Berufsausbildungszentrum Rungwe zusammengebaut werden.
Der Preis für eine Lampe beträgt netto 50 Euro und für das dazugehörige Solarmodul netto 35 Euro.
Ein weiteres Set von 30 fertigen Solarlampen wird in diesem Sommer, im Rahmen der Frauenbegegnungsreise unter Leitung von Luise Plock und Dorothea Weller, direkt an die Frauen der Brüdergemeine in Tanzania übergeben. Sie werden in der Frauenarbeit gebraucht, können aber auch
an die Gemeinden oder an Privatpersonen vermietet werden.
Mehr dazu hier. (PDF-Dokument)
Eine gemeinsame Sprache finden
Erinnerungen an das 8. Europäische Schwesterntreffen
vom 31. Juli bis 4. August 2008 in Herrnhut

Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen an ein Schwesterntreffen nicht sehr hoch. Bisher hatte ich zwar an Schwesternseminaren oder Schwesternwerk-stätten teilgenommen, aber eine mehrtägige Tagung ohne Thema, nur um sich zu treffen, das machte mich schon etwas skeptisch. Wird das denn genug sein? Ich muss dazu schreiben, dass ich in einer Bereichsgemeine lebe. Ich bin sozusagen eine aus der großen Anzahl Mitglieder, die Brüdergemeine nicht ständig erleben darf.
Bei der Ankunft merkte ich aber gleich: Hier gehörst du dazu. Ich kannte viele. Ich genoss die Anwesenheit vieler Schwestern mit einer anderen Hautfarbe.
Die vielen Sprachen, die ich hörte, faszinierten mich. Manche verstand ich, andere nicht. Aber bei jeder Begegnung war der Wille zu spüren, eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Basis zu finden.
Als wir dann anfingen zu singen, war das Erlebnis perfekt. Immerhin waren wir 66 Schwestern aus zehn Ländern, die neun verschiedene Muttersprachen mitgebracht hatten. Jede sang in ihrer Sprache. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir sangen bekannte Lieder, also war die Melodie nicht fremd. Trotzdem dauerte es für mich eine Weile, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Dann war ich hellauf begeistert. Das war Brüdergemeine,
wie sie mir besonders lieb ist.
Dasselbe Erlebnis wiederholte sich beim Vaterunser. Welch ein Aha-Erlebnis,
als alle gemeinsam »Amen« sagten. Es erinnert mich an das Motto des nächsten Weltgebetstages: Viele sind wir, doch eins in Christus.
Jeden Morgen gab es eine Bibelarbeit, die auch an die Übersetzerinnen große Anforderungen stellte. Es ging um die Gaben, die wir empfangen haben und die Frage, was will Gott von mir mit eben diesen meinen Gaben? Die dazu gehörige Gruppenarbeit vollzog sich dann in sprachlich getrennten Gruppen.
Jetzt nach fast vier Monaten bleibt die Frage: Was blieb dauerhaft von dieser Begegnung? Wieder muss ich als Schwester aus dem Bereich antworten. Für uns sind diese Begegnungen lebenswichtig. Es lohnt sich nicht für einen Gottesdienst oder eine Singstunde eine lange Anfahrt zu machen. Deshalb brauchen wir diese mehrtägigen Begegnungen. So gestärkt können wir dann in unserem Umfeld brüderische Anregungen weitertragen. In meinem Fall sei zum Beispiel erzählt von einem Austausch mit Frauen der Landeskirche in Ungarn. Ich schlug vor, gemeinsam zu singen, und da es nur ungarische Gesangbücher gab, sangen wir in einer vollkommen unbekannten Sprache und fühlten diese Gemeinschaft, wie ich sie beim Schwesterntreffen in Herrnhut erlebt habe.
Wenn wir mehr unsere Gemeinsamkeiten im Auge behalten und weniger bei den Verschiedenheiten hängen bleiben, können wir ein deutlich christliches Zeichen in dieser Welt setzen.
Heidi Clemens, Neuenmarkt
©
Evangelische Brüder-Unität 2010
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18.08.2010
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