Die Herrnhuter Mission

Schon im Jahr 1732 begann die weltweite Missionsarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine. In diesem Jahr zogen die beiden ersten Missionare auf die Karibikinsel St. Thomas, weil sie von der Not der dort unter unmenschlichen Bedingungen lebenden Plantagensklaven gehört hatten und ihnen ein Zeugnis von Gottes unterschiedsloser Liebe bringen wollten. Der Ort Herrnhut existierte damals gerade erst 10 Jahre. Weitere Sendboten folgten innerhalb weniger Jahre nach Grönland, Südafrika und Surinam in Südamerika.

Es war dabei eines der Prinzipien der Herrnhuter Mission, sich Menschen zuzuwenden, um die sich niemand sonst kümmerte. Graf Zinzendorf, der geistliche Leiter der Gemeinde in Herrnhut, war davon überzeugt, dass Gott in der ganzen Welt durch seinen Geist wirksam ist, auch unter Menschen, die ihn noch nicht kennen. Die Herrnhuter Missionare sollten den Menschen, mit denen sie in Berührung kamen, deshalb dabei helfen, diesen immer schon unter ihnen wirksamen Gott besser kennenzulernen und zu erfahren, dass er in Jesus Christus Mensch geworden ist, um sie zu erlösen.

Von Beginn an wurde ein ganzheitliches Missionsverständnis verfolgt und danach gestrebt, neben der Verkündigung dieser frohen Botschaft auch die konkreten Lebensumstände der Menschen zu verbessern, zum Beispiel durch die Errichtung von Schulen und medizinischer Hilfe. Ein weiteres Prinzip der Herrnhuter Mission war es, Menschen, die zum Glauben gekommen waren, möglichst schnell selbst dafür einzusetzen, die frohe Botschaft unter ihren Mitmenschen weiterzusagen. Auf diese Weise wurden sie von Anfang an in die Verantwortung mit einbezogen.

Aus der Wirksamkeit der Herrnhuter Missionare ist heute eine weltweite Kirche mit 19 selbständigen Kirchenprovinzen entstanden. Innerhalb dieser Gemeinschaft besteht eine enge Zusammenarbeit, durch die sich die verschiedenen Provinzen gegenseitig unter-stützen, ihren missionarischen Auftrag zu erfüllen. Von Deutschland aus bestehen besondere Beziehungen mit der Arbeit der Brüdergemeine in Tanzania, Südafrika, Surinam und Palästina. Mit der Unterstützung vieler Freunde wird die Zusammenarbeit wahrge-nommen und koordiniert von der Herrnhuter Missionshilfe e.V. (HMH) in Bad Boll.

Ein Herrnhuter Projekt in Cottbus

Vielen Menschen in der Großstadt Cottbus ist ihre Perspektiv- und Mutlosigkeit abzuspüren.
Es mangelt an Einrichtungen, die den zunehmenden Wegfall von sozialem Gefüge auffangen können. Besonders fehlen Angebote für junge Leute und Kinder. Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen um uns herum Lebensmut bekommen, sich angenommen und getragen fühlen, Werte und Aufgaben entdecken. Wir wollen menschliche Nähe und Gemeinschaft erfahrbar machen und dabei etwas weitergeben von der Hoffnung und der Liebe, die uns selbst trägt.


Unser Haus in Cottbus 1. Pferde-Freizeit auf einem Cottbuser Reiterhof Wir wollen Kinder erreichen, die zu keiner Kirche gehören. Viele persönliche Kontakte sind bereits gewachsen. Durch die Verbindungen zu unseren ökumenischen Nachbarn fühlen wir
uns akzeptiert und in unserem Ansatz bestärkt.

So erreichen Sie uns:
Pfr. Volker Mihan
Straße der Jugend 94, 03046 Cottbus

Telefon: 0355 494 678 2
Fax: 0355 494 678 5
E-mail: v.mihan@web.de
  Spendenkonto: Brüder-Unität Herrnhut, Konto: 484849 BLZ: 350 601 90, BKD Duisburg, "COTTBUS"

Neben der Arbeit innerhalb der selbständigen Kirchenprovinzen werden durch die Herrnhuter Brüdergemeine auch neue Missionsaufgaben erfüllt. Sie geschehen in weltweit gemeinsamer Verantwortung. Im Jahr 1988 wurde der Fonds »Neues Zeugnis für die Welt« eingerichtet, in den alle Kirchenprovinzen Geld zur Finanzierung einzahlen. Die konkrete Durchführung der jeweiligen Missionsunternehmung wird an die Provinz übertragen, die lokal am nächsten gelegen ist. Hier einige Orte und Regionen, in denen heute durch die Brüdergemeine verantwortete Missionsarbeit geschieht:

in Afrika: im Kongo, Malawi und Zambia
in der Karibik: in Kuba, Französisch Guyana und unter den Garifunas in Honduras
in Asien: in Nepal und unter den Yupik und Tschukten in Ostsibirien
in Europa: in Albanien, in Lettland und in Deutschland in Cottbus

Herrnhuter Missionshilfe e.V. (HMH)
Badwasen 6
D - 73087 Bad Boll
Tel.: 07164 / 9421 - 0
Fax: 07164 / 9421 - 99
email: Kontakt

Homepage der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) für mehr Informationen.

Das Leitbild der Herrnhuter Missionshilfe finden Sie hier! 


 

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Diese Seite wurde am 01.10.2007 aktualisiert.