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Herrnhuter Bote aktuell

Nachrichten aus der Herrnhuter Brüdergemeine

Ausgabe 55 vom 10. Oktober 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Herrnhuter Bote aktuell ist natürlich nicht nur in Herrnhut unterwegs. Er hat an vielen Orten seine Leute, die ihm Nachrichten von großen Ereignissen, wichtigen Veränderungen oder schönen Gelegenheiten »zutragen«. Alles zusammen und noch viel mehr macht die Herrnhuter Brüdergemeine aus.

Vielleicht treffen wir uns? Bis dahin!

Ihr Erdmann Carstens

Musikalische Abendandacht an einmaligem Ort

Moravian Harmonists in der Krypta 2007

Zu einer Singstunde der besonderen Art lädt am Sonntag, 23. Oktober, die Brüdergemeine Nordrhein-Westfalen nach Köln ein. 

Es ist bereits eine kleine Tradition, ab und zu eine Singstunde an einem uralten christlichen Ort zu feiern – in der Krypta der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln. Diese Singstunden bekommen neben dem gemeinsamen Singen zu einem theologischen Leitgedanken ihre Prägung durch besondere musikalische Aufführungen und haben daher auch einen Untertitel: »Eine musikalische Abendandacht«.

Eine vielleicht etwas längere Anreise wird mehr als aufgewogen durch das Vorprogramm und die Möglichkeit, anschließend im »Paulaner« (Brauhaus im Roten Ochsen), Thurnmarkt 7, mit dem Chor, Mitgliedern aus anderen Richtungen der Regionalgemeinde und Gästen zusammenzukommen. 

16.00 Uhr Führung durch St. Maria im Kapitol mit dem Kunsthistoriker Carsten Schmalstieg. Die Führung dauert max. 1,5 Stunden.

19.00 Uhr Singstunde in der Krypta von St. Maria im Kapitol (Eingang Lichhof) mit Volker Schulz, Basel; Moravian Harmonists; Dorothee Schulz, Basel, Klavier

Die Moravian Harmonists, 12 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region, gründeten sich vor über 20 Jahren und gehören unmittelbar zur Entstehungsgeschichte der Singstunden in der Krypta. Sie haben bisher zwei CDs produziert.

Weitere Informationen bei Wolfgang Paul: Tel. 0214 - 40 26 17 oder Heinrich Moeschler: Tel. 02202 - 840 90

Unitätssynode hat in Jamaika getagt


Unter dem Motto »Discerning the Unity together - gemeinsam die Einheit unserer Unität erkennen« fand Mitte August die 43. Synode der weltweiten Brüder-Unität in Montego Bay auf Jamaika statt. Die Synode aller Provinzen der weltweiten Brüder-Unität tritt alle 7 Jahre zusammen.

In teilweise anstrengenden Verhandlungen wurden mehr als 80 Anträge behandelt. Einige neue Gremien wurden gegründet, darunter ein Unitäts-Jugendbüro mit einem Sitz in der Unitätssynode. In der Delegation jeder Provinz zur Unitätssynode soll künftig mindestens eine Frau vertreten sein. Zwei von der europäisch-festländischen Provinz gestellte Anträge betr. Beibehaltung der finanziellen Ausstattung der Arbeit auf dem Sternberg (Palästina) und des Unitätsarchivs in Herrnhut blieben erfolglos. Lange wurde um das Amtsverständnis diskutiert, besonders um die Rolle der Bischöfe im Verhältnis zur Kirchenleitung. Zu Homosexualität und Ehe gewannen Stimmen die Mehrheit, die das Schriftverständnis insbesondere der nordamerikanischen und der europäisch-festländischen Provinz zurückweisen. Es bestand zeitweise die ernste Sorge, dass die Diskussion zu einer Spaltung der Unität führen würde. Des Weiteren wurden neue Provinzen und Missionsprovinzen bestätigt und Wahlen in die Gremien der weltweiten Brüdergemeine/Moravian Church durchgeführt. Die Synode verabschiedete ein »Wort der Ermutigung - Einstehen für Flüchtlinge« (Englisch hier). Weitere Dokumente (engl.) hier und hier.

Einen ausführlichen Bericht bringt die Print-Ausgabe des Herrnhuter Boten Nr. 265 / Oktober 2016.

Parkpflegeseminar in Herrnhut


Zum 26. Parkseminar des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. sind Interessierte vom 28. bis 30. Oktober 2016 nach Herrnhut eingeladen. Unter Anleitung von Fachleuten werden durch die Teilnehmenden alle typischen, auf einem Friedhof anfallenden Tätigkeiten wie Schneide- und Pflanzarbeiten, Reinigen und Freilegen von Grabsteinen, Wegebauarbeiten und Arbeiten am Gehölzbestand beispielhaft durchgeführt und begutachtet. Die Veranstaltung wird umrahmt von Fachvorträgen und einer Stadtführung zu denkmalschutzrelevanten und gartenarchitektonisch interessanten Stellen in Herrnhut.

Weitere Hinweise gibt es hier und hier. Kost und Logis werden von den Veranstaltern getragen!

Der Gottesacker Herrnhut ist ein »Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung«. Im vergangenen Jahr wurde er in einer Online-Abstimmung zum »Faszinierendsten Friedhof« Deutschlands gewählt.

Anmeldungen bitte an Verein der der Förderer des Kulturdenkmals Gottesacker Herrnhut e.V. oder telefonisch: 035873-40570.

Prädikat »Kinderfreundliche Gemeinde« für Haltestelle


Die Haltestelle Cottbus wurde zusammen mit der Lutherkirche am 28.9. mit dem Prädikat »kinderfreundliche Gemeinde« ausgezeichnet. Laut der Beauftragten für Kirche mit Kindern und Familien des Kirchenkreises Cottbus, Manuela Trummer, werden Gemeinden ausgezeichnet, die sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bunter Abend – Kirche mit Kindern« als unkomplizierte Gastgeber erwiesen haben, wenn 100 oder mehr Kinder aus dem ganzen Kirchenkreis bei ihnen zusammen kamen. Die Reihe gibt es seit 2014.

Die Haltestelle Cottbus ist eine Einrichtung der Herrnhuter Brüdergemeine, die sich seit 2003 besonders an Menschen wendet, die Kirche und christlichen Glauben bisher nicht kennen oder wenig Erfahrung damit haben – Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Alleinerziehende und Familien.

Ein junger Comenius in Zeist


Schon im Juni ist auf einer Wiesenfläche des Broederplein (Brüder-Platz) in Zeist/NL eine Comenius-Skulptur enthüllt worden. Anwohner, Mieter, Gemeindeglieder und über 350 Schüler und Lehrer der Comenius-Grundschule nahmen an der kleinen Feier teil.

Comenius kann für eine Gemeinde, die als Trägerin einer Schule nicht nur für ihre Gemeindeglieder sondern auch für Schüler und Lehrer Verantwortung  trägt, ein gutes Bindeglied sein.

Der Künstler Han van den Bosch hat einen ungewöhnlichen Comenius gestaltet: Während sonst Johann Amos Comenius immer als reifer, älterer Gelehrter dargestellt wird, zeigt Han ihn als jungen Studenten, der sein Wissen an zwei Kinder weitergibt, seinen Glauben, seine Hoffnung, seine Liebe. Die beiden Kinder tragen die Namen »Moravia« und »Bohemia«, die beiden Teile Tschechiens, die Heimat des Comenius. Die letzten Jahre seines Lebens hat Comenius – als Flüchtling! – in den Niederlanden verbracht. Er liegt in Naarden bestattet. 

Wechsel in der Verwaltungsleitung der Zinzendorfschulen Königsfeld


Nach 26 Jahren haben die Zinzendorfschulen in Königsfeld i. Schwarzwald mit einem feierlichen Festakt ihren Verwaltungsleiter, den Diplomkaufmann Wolfgang Schaible, in den Ruhestand verabschiedet. Für die Direktion sagte Schw. B. Carstens, die als Pfarrerin in Königsfeld selber in nächster Nähe zu den Zinzendorfschulen gewirkt hat, es sei ein Glück für die Herrnhuter Brüdergemeine und die Schulen gleichermaßen gewesen, dass Schaible vor gut einem Vierteljahrhundert das Düsseldorfer Großstadtleben aufgegeben habe, um sich der Herausforderung in Königsfeld zu stellen. Hans-Martin Meth, der für Die Internate Vereinigung DIV das Grußwort sprach, nannte ihn einen Rechenkünstler, der einen Gebäudebestand in beneidenswertem Zustand hinterlasse. Wolfgang Schaible bedankte sich bei seinen Weggefährten und Mitarbeitern mit dem Rat: »Vergessen Sie niemals, auf welcher Grundlage wir stehen und hören Sie nie auf, Visionen zu haben.«

In der selben Feierstunde ist als neuer Verwaltungsleiter Tobias Banholzer durch Heide-Rose Weber, Mitglied der Direktion, in sein Amt eingeführt worden.

Die Zinzendorfschulen in Königsfeld, eine der größten Privatschulen mit Internat in Baden-Württemberg, bieten rund 1100 Schülerinnen und Schülern, darunter 50 in Vollzeitinternaten, ein weit gespanntes Netz allgemein bildender und beruflicher Abschlüsse von der Fachschulreife/mittleren Reife bis zur allgemeinen Hochschulreife. Sie werden von praxisnahen Berufsausbildungen in sozialpädagogischen Berufsfeldern abgerundet. 

»Die Wirkung der Reformation«


Unter diesem Titel führt die Akademie Herrnhut vom 11. bis 12. November 2016 eine Tagung durch, zu der die Veranstalter namhafte Fachleute gewinnen konnten.

Für Herrnhut und die Brüdergemeine ist die Reformation Luthers durchaus ein wichtiges Ereignis ihrer Vorgeschichte. Die Böhmischen Brüder waren im Kontakt mit Luther und Zinzendorf war Lutheraner. Die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine will zum Jahr des Reformationsjubiläums einen eigenen Akzent einbringen. Die Tagung stellt den Auftakt dar.

Die Tagung findet in Herrnhut im Gäste- und Tagungshaus KOMENSKÝ statt. Das genaue Programm, weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.komensky.de/programm/akademie/.

Gnadauer Anstalten werden Teil der Herrnhuter Diakonie


Zum 1. Januar 2017 werden die Gnadauer Anstalten der Stiftung Herrnhuter Diakonie zugestiftet. Bisher werden die Gnadauer Anstalten von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine betrieben. Zu der diakonischen Einrichtung, die Mitglied im Diakonischen Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e.V. ist, zählen ein Altenpflegeheim und eine Kindertagesstätte. Die Herrnhuter Diakonie übernimmt jetzt die Verwaltung und administrative Leitung. Stiftungsbereichsleiter vor Ort bleibt Jens Schulz. Mit diesem Schritt konzentriert die Brüder-Unität ihre diakonische Arbeit in der dafür geschaffenen Diakonie-Stiftung. Für die insgesamt 75 Mitarbeitenden und für die Nutzer der Angebote in Gnadau wird das Zusammengehen kaum spürbare Auswirkungen haben. Im Zuge des Betriebsübergangs werden am Jahresende bestehende Verträge unverändert fortgeführt. Die vorbildliche diakonische Arbeit in Gnadau wird fortgesetzt.

Die Stiftung Herrnhuter Diakonie betreibt Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe in Herrnhut, Bautzen-Kleinwelka und im Leipziger Land sowie eine Förderschule und eine Kindertagesstätte in Herrnhut. Außerdem ist das Christliche Hospiz Ostsachsen, zu dem ein ambulanter Hospizdienst und das Stationäre Hospiz Siloah gehören, mit der Stiftung verbunden.

In eigener Sache

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Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
Zittauer Straße 20 · 02747 Herrnhut · Deutschland
Telefon: +49 (0) 35873 487-0 · E-Mail: presse@ebu.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV ist Erdmann Carstens.

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