»Sie können es weit bringen«

Wie viele andere Kinder im Binnenland von Surinam stammen auch Revillio, Fabienne und Brysel aus einer zerbrochenen Familie. Unterkunft fanden sie schließlich bei der Schwester ihrer Mutter in einem kleinen Haus am Fluss ohne Elektrizität und fließendes Wasser auf schlammigem Grund. Obwohl es der Hausgemeinschaft, zu der auch noch die Großmutter gehört, oft am Nötigsten fehlt, sind die Kinder in der Schule sehr gut. In der Evangelischen Brüdergemeine in Surinam, die für die Schule Verantwortung trägt, ist man sich einig: Revillio, Fabienne und Brysel können es weit bringen, wenn sie nur gefördert werden.

So haben die Verantwortlichen ein Programm zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Schulkindern aufgelegt. Viele Schulen im surinamischen Regenwald befinden sich seit 100 und mehr Jahren in Trägerschaft der Brüdergemeine. Der Staat finanziert die Lehrergehälter. Für alles andere (Gebäudeinstandhaltung und -reinigung, Möbel, Schulbücher, weitere Unterrichtsmaterialien) muss die Brüdergemeine aufkommen. Von den Familien wird erwartet, dass sie sich um die Anschaffung und Pflege der Schuluniformen kümmern (zwei Paar Jeans und zwei blaugrünkarierte Hemden) sowie die persönlichen Schulsachen kaufen. Aber viele einkommensschwache Familien sind damit überfordert.