Weltweit verbunden leben

Herrnhuter Mission seit 1732

Durch die Herrnhuter Mission entstand aus der kleinen Gemeinde Herrnhut (Sachsen) eine Kirche mit rund 1.600 Gemeinden in über 35 Ländern – die weltweite Brüder-Unität. 1732 hatte Herrnhut etwa 350 Einwohner. Heute zählt die Brüder-Unität etwa 1.040.000 Mitglieder.

Begegnung mit Gästen aus Tanzania in Herrnhaag

Nach unserer Erkenntnis ist Mission keine Angelegenheit von Spezialistinnen und Spezialisten, sondern Aufgabe eines jeden Christen und einer jeden Christin. Wir sind dankbar, dass diese Erkenntnis in unserer Kirche früher als in anderen Kirchen praktisch umgesetzt wurde. Kirche und Mission gehören bei uns seit jeher untrennbar zusammen. In Kurzform beschreiben wir Mission wie folgt:

miteinander glauben
voneinander lernen
füreinander einstehen

miteinander glauben: Unser Leben wird reich durch die Verbindung mit Menschen aller Hautfarben, Altersgruppen und sozialen Schichten auf fünf Kontinenten. Wir singen, beten und feiern z. B. mit Kindern und Jugendlichen in Albanien, Lettland und Nicaragua. 

voneinander lernen: Mission ist keine Einbahnstraße, sondern der Austausch von Erfahrungen zum gegenseitigen Nutzen. Wir bewundern z. B. Frauen in Tanzania, Malawi und Surinam, die entschlossen gegen Armut, HIV/Aids und andere Nöte angehen. 

füreinander einstehen: Wir leisten Nothilfe und wir unterstützen Projekte in den Bereichen Gemeindeaufbau, Bildung und Gesundheit. Wir fördern den Fairen Handel z. B. mit Rooibos-Produkten aus Südafrika und mit Oliven-Produkten aus Palästina.

Wir wertschätzen Sprache, Kultur und geschichtliche Erfahrungen derjenigen Völker und Gruppen, mit denen wir es zu tun haben, und verstehen sie als Bereicherung. In der Vielfalt der Glaubens- und Lebensformen, die uns in der weltweiten Brüder-Unität begegnet, sehen wir ein Geschenk Gottes.

Zur Erfüllung neuer Missionsaufgaben haben sich alle Provinzen der weltweiten Brüder-Unität zusammengeschlossen und das »Unity Mission and Development Board« gegründet. So wird gemeinsam und solidarisch dem entsprochen, was am Anfang unserer Kirchenordnung im »Grund der Unität« niedergeschrieben ist:

Jesus Christus hält in Liebe und Treue an dieser gefallenen Welt fest. Darum sollen wir für diese Welt Sorge tragen. Wir dürfen uns nicht aus Gleichgültigkeit, Hochmut oder Angst aus ihr zurückziehen. Gemeinsam mit der weltweiten Christenheit geht die Brüder-Unität auf die Menschheit zu mit der Botschaft von Gottes Liebe. Sie strebt danach, den Frieden in der Welt zu fördern und der Menschen Bestes zu suchen. Um dieser Welt willen hofft und wartet die Brüder-Unität auf den Tag, an dem der Sieg Christi über Sünde und Tod offenbar wird und die neue Welt erscheint. (§ 10 - Dienst an der Welt)

Hier finden Sie die Satzung der Herrnhuter Missionshilfe.

Die Herrnhuter Missionshilfe arbeitet nach einem Leitbild.

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