Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität in Bad Boll

Vom 21. bis 28. Mai 2016 tagte in Bad Boll die Synode der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine. Unter dem Thema »Zukunftsfähige Kirche: Mitgliedschaft – Beteiligung – Finanzen« berieten 85 Delegierte aus den Gemeinden, Sozietäten, Missionsorganisationen, aus der Diakonie und der Jugend über Kirchenordnungsangelegenheiten und Fragen der kirchlichen Gemeinschaft. 

Sie beschlossen weitere konkrete Schritte in der Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung und in der Arbeit mit Flüchtlingen und verabschiedeten ein »Wort der Ermutigung – gegen Hass, für Begegnung und Vielfalt«. Schwerpunkte der Tagung waren ein Strategieplan zur Finanzierung der kirchlichen Arbeit bei abnehmenden Mitgliederzahlen und eine Neukonzeption der Synode mit dem Ziel der gerechteren Verteilung und effektiveren Arbeit.

Zwei Mitglieder der Kirchenleitung wurden für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, weitere Wahlen fanden statt.

Die Synode begrüßte Gäste aus der örtlichen, regionalen und EKD-weiten Ökumene, darunter Landesbischof Frank O. July und den Vorsitzenden der ACK Baden-Württemberg, Domkapitular Dr. P. Birkhofer, sowie aus anderen Provinzen der Brüder-Unität.

Die europäisch-festländische Provinz der Brüdergemeine umfasst Gemeinden in 8 europäischen Ländern, vor allem in den Niederlanden und in Deutschland. Deshalb hat die Synode drei Konferenzsprachen, neben Deutsch auch Niederländisch und Englisch. Synoden der EFBU tagen alle zwei Jahre für eine Woche an wechselnden Orten. Eine neu zusammengesetzte Synode wird im Mai 2018 in Herrnhut zusammenkommen.