5. November 2016 – 8. Schwesterntag im Südwesten + Mini-Schwesterntag

Programm mit vielen Facetten

»Bin ich meiner Schwestern Hüterin?«

war die Frage und 24 Schwestern beteiligten sich rege am einführenden Bibliolog, in dem sie gedanklich in die Rollen von Maria und Martha schlüpften. Sie hörten einen Bericht über Inhalte und Arbeitsergebnisse der Unitätsfrauenkonferenz 2016 in Suriname: Die Forderung nach Gerechtigkeit für Frauen - global gegen Unterdrückung und Gewalt gegenüber Frauen eintreten. In einem Podiumsgespräch hörten wir gute Beispiele aus der Arbeit engagierter Frauen und Schwestern, von Frauenhäusern und der Arbeit von Eirene, von »Kontaktbörsen« und Brückenbauchancen wie im Welcome Café, von der sozialen Arbeit mit jungen männlichen Flüchtlingen in Sprachschulen und Patenprojekten für die Ausbildung junger Menschen als Hilfe zur Selbsthilfe - Mutmach-Geschichten entgegen der täglichen Flut entsetzlicher Nachrichten, die Ängste schüren, abstumpfen oder resignieren lassen. Viel ist zu tun, vor Ort wie weltweit. »Mit diesem Thema sind wir noch lange nicht fertig, wir müssen daran weiterarbeiten, es ist zu wichtig!« war der einstimmige Tenor der Schwestern. »Gewalttaten sind Unrechtstaten! Wir haben keinerlei Verständnis für Gewalttäter.« Kommunikation, Wissensvermittlung, Förderung und (Bewusstseins-) Bildung sind Eckpfeiler der Integration, eines chancengleichen, rücksichtsvollen Miteinanders. Parallel erfuhren die Minischwestern (unsere 6-12jährigen Mädchen) von brüderischen Traditionen und sie nähten fünf kleine Häubchen, mit denen sie uns beim »würdigen« Hereintragen des Kuchens für das gemeinsame Kaffeetrinken tüchtig überraschten. »Eine bunte Vielfalt in herzlicher Gemeinschaft, weiter so!« Margit Lessing  

24. September 2016 – Schwesterntag im Grünen Herzen Deutschlands/ Neudietendorf

Thema war:

Der Islam- eine Einführung.

Als Referentin hatte Annette Theile eine Studentin der Islamwissenschaft und Arabistik aus Leipzig gewonnen, die über eine öffentliche Organisation(? ) Vorträge zur Information hält und uns kostenfrei zur Verfügung stand. Sie hat gut referiert und auch auf die vielen Fragen versucht zu antworten; alles in allem eine eher unkritische Darstellung des Islam! Leider sprach sie für viele der Schwestern viel zu schnell und zu leise… Ich habe dann am Nachmittag einige Beobachtungen aus unserer Sternbergzeit hinzugefügt. Es war ein harmonischer Tag mit etwa 40 Teilnehmerinnen aus Neudietendorf und Umgebung, Ebersdorf, Gnadau, Niesky und Zwickau sowie auch etliche Frauen aus der Landeskirche.

Die Kollekte für Ifakara erbrachte über 375 Euro. Es war deutlich: viele Schwestern kommen wegen der Begegnungsmöglichkeit, weniger wegen des Themas! – Schw. Gudrun Schiewe war gekommen und erklärte dann, dass sie diese Treffen seit 2002 angeregt (und diesen blumigen Namen geprägt) hat. Sie hat sich ausdrücklich bedankt für Grüße von unserer Seite, das tut ihr gut! Das Ganze ist für die hiesigen Schwestern eine echte Herausforderung, aber insgesamt tut es allen gut! – Etwas bedenklich könnte einen das hohe Durchschnittsalter stimmen… Erdmuth Waas   

23. bis 25. September 2016 – Schwesternseminar/Herrnhaag

Thema: Vom klugen Hausbau

Schwesternseminar mit 12 Teilnehmerinnen, organisiert von Katharina Rühe, Dörte Bausch und Christiane Eickholt-Schlieper, klein aber fein.

Wir stellten uns als Person vor mit unseren Gedanken zu Versen der Bergpredigt sowie mit verschiedensten Bildern von Haustüren, Thema war ja: Vom klugen Hausbau aus der Bergpredigt. Wir tanzten, schwenkten Tücher, fühlten blind Gegenstände und ließen uns führen.

Am Samstag wurden wir von Gudrun Kämpfer in die Methode des Jeux dramatique eingeführt, das Materialaufgebot war gewaltig, eine Menge an Tüchern und Stoffen und verschiedensten Requisiten, die wir künstlerisch drapieren sollten, an Plätzen im Raum, am Partner zu einem bestimmten Begriff - wobei das tollste Abendrot, das bunteste Herbstlaub, der kühnste Sturmwind, sternefunkelnde Nachthimmel u.v.m. entstanden) und schließlich an sich selbst. In überall um uns herum gehüllten Tüchern stellten wir dann alle Personen, Gegenstände und Naturgewalten der Geschichte vom klugen Hausbau auf dem Felsen dar, agierten ohne Worte, wobei auch sehr viel Persönliches einfloss und erspürt werden sollte und wurde. Auf was oder wen verlassen wir uns?

Das letzte warme Wochenende in Sandalen unter blauem Himmel, wir feierten und dankten in einen meditativen Abendmahlsgottesdienst im kleinen Kreis bei Brot und Wein: Ich steh vor deiner Tür. Spüren wir, wer uns stärkt und trägt und führt? Margit Lessing