Dienstag, 2. Februar 2016

Willkommensfest machte 300 neugierig

Foto: Rosa Stienstra

Der Berliner Kirchsaal platzte aus allen Nähten. Aus verschiedenen Flüchtlings- und Asylheimen kamen am Freitag, 22. Januar, ca. 300 Flüchtlinge zu einem Willkommensfest. Nicht nur Flüchtlinge sondern auch Bürger aus Neukölln, Vereine und Initiativen sowie Vertreter anderer Kirchgemeinden fanden sich in der Brüdergemeine Berlin ein, um zusammen zu reden, zu feiern und zu genießen.

Eröffnet wurde der Abend durch Christoph Hartmann, Pfarrer der Brüdergemeine Berlin, und Sozialstadtrat Bernd Szczepanski, der mit großen Augen über die Masse von unterschiedlichen Menschen staunte. Folgen konnten die fremden Besucher dem Ganzen in Englisch, Arabisch und Farsi. Eine Tänzergruppe aus Damaskus sowie eine Samba-Gruppe gaben dem ganzen einen schwungvollen Rahmen. Eine größere Gruppe von Syrern tanzte ausgelassen auf der Empore, unter die sich schnell die Jugend der Brüdergemeine mischte, um gemeinsam zu feiern. Kulinarisch gab es Unterstützung durch ein arabisches Catering und food4action, eine Küchencrew, die eigentlich für Demonstrationen kocht.

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Janet Williams, einer Opernsängerin und Dozentin an der Berliner Musikhochschule mit ihren Studenten und einem Flüchtlingschor. Schon bei der ersten Arie schwiegen alle Besucher andächtig. Spontan griffen Bewohner der verschiedenen Unterkünfte zum Mikrofon und sangen Lieder und Gebete aus ihren Ländern. Der Saal bebte zwischendurch vom starken Applaus. Den Schluss bildete ein ökumenisches Friedensgebet. Gegen 23 Uhr sagten die Jugendlichen und Organisatoren den letzten Besuchern Auf Wiedersehen, die mit erhobenen Händen riefen: »Thank you, Germany!«