Dienstag, 26. Mai 2015

36. Brüderischer Bläsertag ging zuende

Mitglieder der Delegation aus Labrador im Festkonzert

Neugnadenfeld freut sich auf den 37. Bläsertag

Selbst am letzten Tag des alle zwei Jahre stattfindenden Bläsertreffens der Brüdergemeine schienen Teilnehmer und Organisatoren alles richtig gemacht zu haben: An diesem wie üblich einer ganztägigen Exkursion in die gastgebende Region vorbehaltenen Pfingstmontag, an dem es mit vier Bussen ins benachbarte Tschechien ging, regnete es unterwegs »nur ein paar Tropfen«, während im verwaisten Herrnhut ein kräftiger Regenguss niederging. Als alles wieder trocken war, kehrte das vielstimmige Leben nach Herrnhut zurück, wie es schon zwei Tage lang den kleinen Ort geprägt hatte. Mit einer Abendandacht und vielen Dankes- und Abschiedsworten verabschiedeten sich die Bläser auf ihre teilweise langen Heimreisen.

Eines der sicher am längsten in Erinnerung bleibenden Ereignisse war diesmal die am weitesten angereiste Delegation aus Nain in Labrador im Nordosten Kanadas, wo es auch eine Brüdergemeine gibt und wo gerade erst die Bläsertradition wieder aufgelebt ist. Die Gruppe trat im Laufe des Bläsertags mehrmals mit Instrumental- aber auch mit beeindruckenden Gesangseinlagen auf. Und abends beim geselligen Ausklang im Kirchgarten gab es für Interessierte eine erste Lektion »Wie sage ich es in Inuktitut?«, der Sprache der Inuit. Während des Treffens kam es auch zu einer Liveschaltung aus Herrnhut zu Radio Labrador. Extra für die Reise hatten die Gäste sich eine »Chorkleidung« nach traditioneller Art anfertigen lassen, allerdings ohne das in der Heimat obligatorische Futter.

Der nächste, der 37. Brüderische Bläsertag wird Anfang Juni 2017 in Neugnadenfeld stattfinden. Chorleiter Herbert Strauß sagte, die Gemeinde und der Bläserchor hätten zwar 2016 ihr 70-jähriges Jubiläum, aber mit der Party dazu warte man gerne noch, bis alle wieder beisammen sind.

Einen ausführlichen Bericht vom 36. Brüderischen Bläsertag mit vielen Bildern wird es im Sommerheft des Herrnhuter Boten geben.