Donnerstag, 2. April 2015

Auch Brüder-Unität gedenkt eines wichtigen Mannes der Ökumene

© Unitätsarchiv; Foto: Heinrich Schmorrde

Am 30. März ist im Alter von 93 Jahren Philip Potter in Lüneburg gestorben.
Er war einer der wichtigsten Männer der internationalen Ökumene in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen von 1972 - 1984 hat er diese Organisation sowie die Zusammenarbeit der Kirchen maßgeblich beeinflusst. Aus Jamaika stammend war er der erste Generalsekretär aus einem Land, das gerade seine Unabhängigkeit erlangt hatte und machte damit deutlich, dass sich der Mittelpunkt der christlichen Welt und der Ökumene verschoben hat.

Gemeinsam mit den Kirchen der ökumenischen Bewegung dankt die Brüder-Unität Gott für diesen Zeugen des Evangeliums und der Einheit. Gerne erinnert sie sich auch seines Besuches in Herrnhut anlässlich der Unitätssynode 1981. Philip Potter sah sich der Brüdergemeine auf besondere Weise verbunden:

Als methodistischer Pastor wusste er um die historischen Beziehungen John Wesleys zu den Herrnhutern und um den beiden Kirchen gemeinsamen Akzent auf der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus.

Als Christ von den west-indischen Inseln erinnerte er gerne an das Wirken der Herrnhuter Missionare, die als erste den Sklaven in der Karibik die Botschaft brachten, dass auch ihnen die Menschenliebe Gottes gilt. »Ich bin stolz«, hat er einmal gesagt, »dass ein ›Potter‹ (der Töpfer Leonhard Dober) als erster den Sklaven der west-indischen Inseln das Evangelium verkündigte.«

Sein Leben soll uns Verpflichtung sein, auf dem Weg der Einheit gemeinsam weiterzugehen, damit das Evangelium von der Menschenliebe Gottes durch die Kirchen gemeinsam verbreitet werden kann.