Dienstag, 16. Dezember 2014

Große Aufmerksamkeit in Bern

Die Kapelle der Christen im Haus der Religionen, mit Herrnhuter Stern; Foto: Christoph Knoch

Hartmut Haas u. a. mit Vertretern und Vertreterinnen des Hinduvereins; Foto: Christoph Knoch

Haus der Religionen ist eröffnet worden

Am Sonntag, 14. Dezember, ist nach über 10 Jahren Planungs- und Bauzeit in Bern (CH) das »Haus der Religionen« feierlich eröffnet worden. Um die 10.000 Besucher strömten zum Europaplatz im Berner Stadtteil Bümpliz-Außerholligen. Das Interesse der Medien, auch aus Deutschland, war unerwartet groß. Das Ereignis hat einen besonderen herrnhutischen Akzent, denn die Brüdergemeine in Bern hat maßgeblich am Zustandekommen mitgewirkt. Ihr damaliger Pfarrer Hartmut Haas war in einer Projektstelle der Evangelischen Brüder-Unität lange Jahre zugleich Geschäftsleiter des »Vereins Haus der Religionen - Dialog der Kulturen«. Die Idee zu dem Haus, in das am 3. Advent nun 5 Religionsgemeinschaften - Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und Aleviten - einziehen konnten, war im Jahr 2000 entstanden. Vertreter mehrerer Weltreligionen hatten in Bern zu diesem Zeitpunkt schon in einem »Runden Tisch der Religionen« zusammengearbeitet. Hier waren auch andere inzwischen dauerhaft in der schweizerischen Bundeshauptstadt etablierte Projekte wie die »Nacht der Religionen«, eine interreligiöse Familien- und Frauenarbeit oder ein Fachhochschulkurs für »Moderation und Kommunikation im interreligiösen Kontext« ins Leben gerufen worden.

Das Berner Stadtplanungsamt gab damals einen Anstoß, als es für den von mehreren großen Verkehrsstraßen durch- und überquerten Knotenpunkt eine Einrichtung anstrebte, die in die umliegenden Wohnquartiere, wo viele Ausländer leben, integrierend wirken könnte. In einem Gebäudekomplex, der zum größten Teil Wohnungen, Büros und eine Ladenzone enthält, fügt sich in einem Teilbereich das Haus der Religionen ein, in dessen Kern sich die Sakralräume der fünf Religionen befinden, dazwischen Dialogräume für Begegnung, Kulturanlässe, Seminare und Ausstellungen. Die christliche Kapelle teilen sich eine äthiopisch orthodoxe Gemeinschaft und die Herrnhuter Sozietät Bern, die den Raum mit einer typischen Adventsfeier festlich in Gebrauch nahm. Von der Direktion der Europäisch Festländischen Brüder-Unität überbrachte Br. Raimund Hertzsch Grüße.

Haus der Religionen - Dialog der Kulturen