Samstag, 21. Juni 2014

Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität beendet

Nach sechs Tagen Sitzungsarbeit ist am 20. Juni 2014 in Zeist (NL) die Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität (EFBU) beendet worden. 79 Delegierte aus 8 Ländern sowie Gäste aus Deutschland, England und Tschechien kamen unter dem Wort »Gott schenkt und beruft - die Brüdergemeine auf dem Weg in die Zukunft« zusammen. Auf der Tagung wurden eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefasst, mit denen die Brüdergemeine den Weg in die Zukunft weiter beschreiten will. In mehreren Wahlen wurden unter anderem die Delegierten zur Unitätssynode 2016 in Jamaika sowie ein Mitglied der Kirchenleitung neu gewählt. Der Synodalvorstand wurde wiedergewählt. Mit der Evangelischen Brüder- und Schwesterngemeinde Rotterdam wurde eine neue Gemeinde in die Unität aufgenommen. Es wurde eine Arbeitsgruppe zum Konziliaren Prozess »Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung« installiert und die niederländischen Gemeinden wurden beauftragt, eine Sammlung des kulturell vielfältigen Liedgutes vorzunehmen, zu dem vor allem die reichhaltigen verschiedenen Traditionen der surinamischen Gemeinden gehören. In der Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften erlebte die Synode, dass es möglich ist, einander mit unterschiedlichen Überzeu­gungen zu hören, ernst zu nehmen und als Geschwister anzunehmen. Die Synode beschloss nach langer tiefgehender Diskussion, die Entscheidung über Segnungen von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in die Verantwortung der einzelnen Gemeinden, Ältestenräte, Gemeinhelfer und Gemeinhelferinnen (Pfarrer und Pfarrerinnen) zu übergeben. Dem war ein Prozess von fast zwanzig Jahren vorausgegangen. Ferner wurde ein Beschluss gefasst, die Verkündigung und Seelsorge von Laien zu fördern, wobei Fragen der Ausbildung wie auch der Berufung, Mitarbeit und Ordination berücksichtig werden sollen. Mit einem weiteren Beschluss werden die Gemeinden ermutigt, das befreiende und frohmachende Zeugnis von Jesus Christus in der multi-religiösen  - multi-ethnischen Gesellschaft offen zu leben und den Dialog zu suchen. Dies beinhaltet ausdrücklich auch die Ermutigung, sich als Kirche in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren.