Freitag, 17. November 2017

Unitäts-Missionskonferenz Kapstadt – 2. Tag

Eine große Stärke der Konferenz sind die vielen Gelegenheiten zur Begegnung und zum Gespräch

Br. Raimund Hertzsch berichtet vom Tag 2 der UMC:

Für Frühaufsteher begann der Donnerstag mit dem Morgengebet um 6 Uhr, noch vor dem Frühstück. Die Andacht zum Beginn des Vormittagsprogramms hielt Br. Gundars Ceipe (Lettland), der im Rückblick auf die Geschichte zu engagierter Christusnachfolge ermutigte, gefolgt von einer farbenfrohen Vorstellung seiner Heimat. Dort begann die Mission der Brüdergemeine bereits 1729, also drei Jahre vor der Aussendung der ersten Missionare nach Übersee, die üblicherweise als Beginn der Brüdermission gesehen wird. Das erste »Paper« des Tages hielt Br. Brian Abrahams (Südafrika), der über die Geschichte der Mission von der Reformationszeit bis zur Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910 referierte. Anschließend konnte man sich wahlweise für einen Vortrag von Br. Karel August (Südafrika) zur vorreformatorischen Missionsgeschichte oder für das Referat von Br. Christoph Reichel (D) entscheiden, der die hundert Jahre seit 1910 in den Blick nahm und eine pointierte Darstellung aktueller Herausforderungen mit einem umfassenden Überblick über missionstheologische Themen verband.

Eine große Stärke der Konferenz sind die vielen Gelegenheiten zur Begegnung und zum Gespräch. In den Arbeitsgruppen und Workshops des Nachmittags wurde der Zusammenhalt unserer Kirche in beeindruckender Weise erlebbar. Die persönlichen Berichte, Einblicke in andere Kulturen und Diskussionen aus unterschiedlichen Perspektiven sind nicht nur bereichernd, sondern machen deutlich, dass Einheit trotz aller Unterschiede gelingen kann. Eine bewegende Erfahrung war die abendliche Singstunde, gestaltet von Schw. Nola Reed Knouse (USA, Moravian Music Foundation), die Vortragssequenzen zur Geschichte der Brüder-Unität mit einem musikalischen Gang durch die Zeit von 1457 bis heute verband.

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