Donnerstag, 20. Oktober 2016

Brüdergemeine auf Akademietagung zur Reformation vertreten

v.l.n.r.: Prof. Dr. Michael Welker (Heidelberg), Prof. Dr. Rainer Kampling (Berlin), Dr. Friedrich Kramer (Wittenberg), Benigna Carstens (Herrnhut), Dr. Christian Staffa (Berlin)

Bei einer gemeinsam von den Evangelischen Akademien Berlin und Wittenberg und der Ökumeneabteilung der Kirche der Böhmischen Brüder veranstalteten Tagung »Funke - Feuer - Flamme« stand vom 7. - 9. Oktober in Wittenberg der europäische Charakter der Reformation im Zentrum. Reformation ist weiter als was von Wittenberg aus im 16. Jahrhundert angestoßen wurde. Durch Vorträge, Bildbetrachtungen und Workshops entstand vor den Augen der etwa 100 Teilnehmern ein vielfarbiges Bild von Reformation in Europa: von Italien bis Irland, Prag bis Genf, beginnend bereits im 12. Jahrhundert und noch nicht zu Ende im 18. Jahrhundert. Zu dieser Horizonterweiterung trug aus Herrnhut Br. Dr. Peter Vogt mit einem Workshop zur »Brüdergemeine als Modell einer reformatorisch ökumenischen Freikirche« bei. Den Abschluss bildete ein »katholisch-protestantisches Gespräch« am Sonntag mit Prof. Dr. Michael Welker (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Rainer Kampling (Seminar für Katholische Theologie der Freien Universität Berlin) und Benigna Carstens von der Direktion Brüder-Unität Herrnhut. Das Podiumsgespräch weitete den Blick noch einmal über die reformatorischen Kirchen hinaus auf die eine universelle Kirche, in der wir uns in einer »Ekklesiologie der Freude« (Kampling) an den jeder Kirche anvertrauten Schätzen (Comenius) erfreuen können.